08.08.2026, 09:09
The officials of the Roman Catholic Church altered many records – cleansing them, in their terms, of anything that might suggest pagan practices, or nature worship as they thought of it. In terms of your civilization, nature and spirit became divided so that you encounter the events of your lives largely in that context. To some degree or another, then, you must feel divorced from your bodies and from the events of nature. The great sweeps of emotional identification with nature itself do not sustain you, therefore. You study those processes as if you somehow stood apart from them.
To some extent your society’s beliefs allow you enough freedom so that most of you trust your bodies while they are growing toward adulthood. Then however, many of you no longer rely upon the processes of life within you. Certain scientific treatises often make you believe that the attainment of your adulthood has little purpose, except to insure the further existence of the species through parenthood – when nature is then quite willing to dispense with your services. You are quite simply told that you have no other purpose. The species itself must then appear to have no reason except a mindless determination to exist. The religions do insist that man has a purpose, yet in their own confusion they often speak as if that purpose must be achieved by denying the physical body in which man has his life’s existence, or by "rising above gross, blunted," earthly characteristics. In both cases man’s nature, and nature in general, take short shrift.
Such tales are myths. They do indeed have power and strength. In those terms they represent the darker side of myths, however – yet through their casts you presently view your world. You will interpret the private events of your lives, and the spectacular range of history, in the light of those assumptions about reality. They not only color your experience, but you create those events that more or less conform to those assumptions.
Zitat:Die Funktionäre der römisch-katholischen Kirche veränderten viele Aufzeichnungen – sie säuberten sie, in ihrem Sinne, von allem, das auf heidnische Bräuche oder auf Naturverehrung, so wie sie es verstanden, hinweisen konnte. Bezogen auf eure Zivilisation wurden Natur und Geist getrennt, sodass ihr den Ereignissen in eurem Leben größtenteils in einem solchen Kontext begegnet. Daher müsst ihr euch zum einen oder anderen Grad von eurem Körper und von den Ereignissen in der Natur getrennt fühlen. Und so werdet ihr von den großen Wirkungen einer emotionalen Identifikation mit der Natur nicht unterstützt. Vielmehr untersucht ihr die Vorgänge, als ob ihr irgendwie abseits davon stündet.
Die Überzeugungen eurer Gesellschaft lassen euch gewissermaßen genügend Freiheit, sodass die meisten von euch ihrem Körper auf dem Weg zum Erwachsensein vertrauen. Danach verlassen sich allerdings viele von euch nicht mehr auf ihre Lebensprozesse. Gewisse wissenschaftliche Abhandlungen lassen euch häufig glauben, dass das Erlangen eures Erwachsenseins keinen größeren Zweck hatte, als durch Elternschaft den weiteren Fortbestand der Spezies zu sichern – wonach die Natur dann auf eure Dienste verzichten kann. Man sagt euch ganz einfach, dass ihr keinen anderen Zweck habt. So muss der Eindruck entstehen, die Spezies hätte – außer einer stumpfsinnigen Entschlossenheit zu existieren – keinen anderen Zweck. Die Religionen beharren hingegen darauf, dass der Mensch einen Sinn hat, doch in ihrer eigenen Verwirrung sprechen sie häufig so, als ob dieser Sinn umgesetzt werden muss, indem der physische Körper verleugnet wird, in welchem der Mensch seine Existenzgrundlage hat, oder indem er über "widerliche, stumpfe" irdische Eigenschaften "hinauswächst". In beiden Fällen ziehen die Natur des Menschen und die Natur im Allgemeinen den Kürzeren.
Solche Geschichten sind Mythen. Sie verfügen tatsächlich über Macht und Kraft. In diesem Sinne stehen sie jedoch für die dunkle Seite von Mythen – doch durch ihre Schatten seht ihr gegenwärtig eure Welt. Ihr interpretiert die privaten Ereignisse eures Lebens und die spektakuläre Bandbreite der Geschichte im Licht jener Annahmen über die Realität. Sie färben nicht nur eure Erfahrungen, vielmehr erschafft ihr jene Ereignisse, die mehr oder weniger diesen Annahmen entsprechen.
(IuM, Sitzung 821, ÜSvSV)

