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Überraschungen
#1
Hallo zusammen,

irgendwie ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich mir Gedanken über die Frage mache, warum ich vom Leben noch überrascht werden kann.

Wenn meine Erwartungen meine Realität formen, dann kann es für mich grundsätzlich keine Überraschungen geben: ich lebe doch in einer Menge selbsterfüllender Prophezeiungen. Sprüche wie "ich hab' es ja geahnt, dass das passieren wird" oder "klar, das mußte ja so kommen" oder "genau so habe ich mir das vorgestellt" repräsentieren sehr eindrücklich dieses Gefühl, das von vielen Menschen geteilt wurde und wird.

Was für Erklärungsansätze habt ihr, wenn sich plötzlich Entwicklungen ergeben, die ihr niemals für möglich gehalten habt, die sich völlig der Erfahrung entziehen oder euch eiskalt Ereignisse erwischen, die ihr euch in euren schlimmsten Träumen nicht ausmalen konntet?

Habt ihr aktuelle Beispiele parat?

LG
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#2
Guten Morgen Apis!

Schöne Gedanken zum frühen Morgen und hier kurz ein paar gedankliche Ansätze meinerseits:

Wir sind hier aus Gründen, die wir uns selbst auferlegt haben, dessen wir uns aber nicht bewusst sind. Dementsprechend schaffen wir unser Umfeld und unsere Materie grösstenteils unbewusst. Nun bedarf es einer ausführlichen Auseinandersetzung mit uns selbst und die Entwicklung unserer inneren Sinne (in dem Thema stecke ich gerade ganz tief), um unsere Aufgaben zu lösen. Das Leben ist sozusagen wie ein selbstgestelltes Rätsel, an das wir uns nicht mehr erinnern.

Es ist wie in einem Irrgarten: Läufst du den falschen Weg, kommst du nicht weiter und alles beginnt von Neuem. Finde den (deinen) Weg, heisst die Lösung. Folge deiner mentalen Blaupause auf dem physischen Weg. Jedes Wesen sehnt sich nach größtmöglicher Erfüllung und möchte erleben, was es zu erleben vermag. Dazu gehören auch Irrwege, die in einer Katastrophe enden können. Hier kommen wieder die inneren Sinne ins Spiel: Nutze und entwickle die inneren Sinne und die Irrwege lösen sich auf.

Beispiel: Es gibt Menschen, denen passieren immer die gleichen entsetzlichen Dinge auf unterschiedliche Weise und sie fragen sich: "Warum ich? Warum mir? Warum wieder?" Die Antwort ist ebenso wenig gern gehört wie banal: Du hast noch nicht gelernt. Umgekehrt geht es auch. Dir passieren wundervolle Dinge, die du nicht für möglich hieltest und fragst dich, woher das kommt. Nenne es vielleicht Selbstunterschätzung. Ich habe das oft im Training mit Gruppen erlebt. Es zeigt sich z. B. dass ein Gruppenmitglied bessere Führungsqualitäten als der Chef hat und ist selbst erstaunt darüber, weil es sich das bewusst nicht zugetraut hat.

Seth sagt, wir wissen bewusst viel zu wenig über unsere echten Gedanken und was Gedanken überhaupt sind und was sie ausmacht. Deine Gedanken formen deine Glaubenssätze, woraus sich deine Erwartungen entwickeln. Wenn du deine ureigensten Gedanken nicht kennst, weisst du nicht, was du wirklich tief in dir erwartest.

Weiter spielen Ängste ganz groß mit hinein, sie projizieren ebenfalls eine Erwartung, auch wenn es dir nicht so ganz bewusst ist.
___________________________________________________
Happy living! :Winker:


Wir sind alle unterschiedliche Teile des gleichen Ganzen.
We are all different parts of the same whole.
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#3
Apis schrieb:Was für Erklärungsansätze habt ihr, wenn sich plötzlich Entwicklungen ergeben, die ihr niemals für möglich gehalten habt, die sich völlig der Erfahrung entziehen oder euch eiskalt Ereignisse erwischen, die ihr euch in euren schlimmsten Träumen nicht ausmalen konntet?

Habt ihr aktuelle Beispiele parat?

Oh ja! Da hab ich ein ganz aktuelles Beispiel. Allerdings möchte ich es hier nicht breit treten.

Als Erklärungsansatz kann ich dir bieten, dass ich mir meine Gedanken samt den Konsequenzen nicht wirklich bewusst gemacht hatte. Dass ich sogar die inneren Warnbilder, die ich bekam wegwischte mit dem Gedanken, dass das gar nicht sein kann ... und schwupps konnte es ganz schnell sein.
Organisiert eure Wirklichkeit nach eurer Stärke, organisiert eure Wirklichkeit nach eurem Sinn für das Spielerische, nach euren Träumen, nach eurer Freude, nach euren Hoffnungen - und dann könnt ihr denen helfen, die ihre Wirklichkeit nach ihren Ängsten organisieren. Seth April 1977
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#4
(13.05.2015, 07:02)Apis schrieb: Was für Erklärungsansätze habt ihr, wenn sich plötzlich Entwicklungen ergeben, die ihr niemals für möglich gehalten habt, ...


Sorry, aber auch bei längerem Nachdenken finde ich weder in der Vergangenheit noch in meinen aktuellen Lebensumständen auch nur das Mindeste, das ich nicht (schon gar nicht niemals) für möglich gehalten hätte. Nur weil etwas überraschend eintritt/materialisiert, ist es deshalb nicht unvorstellbar oder undenkbar.


Zitat:... die sich völlig der Erfahrung entziehen oder euch eiskalt Ereignisse erwischen, die ihr euch in euren schlimmsten Träumen nicht ausmalen konntet?

Habt ihr aktuelle Beispiele parat?


Hast DU ein Beispiel parat? Ich nicht. Alle "schlimmen" Ereignisse meines Lebens, wie auch die erfreulichsten, haben getreulich das emotionale Klima repräsentiert, das zu dem gegebenen Zeitpunkt in mir überwog. Der Zeitpunkt und die Form bzw. Art der physischen Manifestation überraschen bisweilen das Wachbewusstsein, weil für das Ego unvorhersagbar, aber das ist auch schon alles.


Schönes Wochenende euch allen, auch wenn es bei mir hier gerade überraschend verregnet ist :mrgreen:
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#5
Nein, ich habe keine Beispiele parat. Sonst hätte ich nicht danach gefragt.

Innere Warnbilder, das ist der Dreh- und Angelpunkt zu den inneren Sinnen. Ich stelle eine These dazu: wenn eine Persönlichkeit sehr eng verbunden mit ihren inneren Persönlichkeitsteilen lebt, dann wird es keine Überraschungen mehr geben. Das Ego erhält alle möglichen Hinweise und Warnungen über naheliegende Wahrscheinlichkeiten. Es sei denn, es blendet sie ganz bewusst aus...

Was mich noch immer mächtig fasziniert: auch andere, selbständig denkende und erschaffende Persönlichkeiten verhalten sich fast immer getreu unseren Erwartungen.
JUST BE - πάντα ῥεῖ

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#6
Apis schrieb:Innere Warnbilder, das ist der Dreh- und Angelpunkt zu den inneren Sinnen. Ich stelle eine These dazu: wenn eine Persönlichkeit sehr eng verbunden mit ihren inneren Persönlichkeitsteilen lebt, dann wird es keine Überraschungen mehr geben. Das Ego erhält alle möglichen Hinweise und Warnungen über naheliegende Wahrscheinlichkeiten. Es sei denn, es blendet sie ganz bewusst aus...

:a020: Das kann ich unterschreiben!!
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#7
Für mich ist das persönlich bedeutsam, weil ich mich eher als bewahrend und erhaltend sehe. Da ist wenig Raum für Überraschungen.

Seth schrieb:Bei der Beschaffenheit eures Bewußtseins würde die Überbetonung bewahrender Prinzipien zu einer Beeinträchtigung der Lebensprozesse führen.
Das Leben bedarf jedoch überraschender neuer Entwicklungen und unvorhergesehener Aktivitäten, es verlangt sprunghafte Veränderungen der Einsicht und des Verhaltens, die nicht irgendwelchen erworbenen Kenntnissen oder bloßer Bewahrung eingeschliffenen Verhaltens zu verdanken sind, sondern auf völlig andere, neue Entwicklungen abzielen.
(TEuW, Si. 936)

Und ich habe das deutliche Gefühl, dass dieses Überraschungspotential, also das zeitliche, räumliche oder persönliche Informationsgefälle wesentlich ist, und zwar für das ganze Leben.
Das Salz an der Suppe: Neuigkeiten. Neue Erfahrungen. Das tollste Essen wird langweilig und eintönig, wenn es jeden Tag auf dem Tisch steht.
Wie könnte ich jemals etwas Neues erfahren, wenn ich alles schon wüßte?
Das Neue ist der Reiz, und Reize werden gesucht, immer und von allem. Ich sehe auch Wesenheiten auf der Suche nach neuen Reizen.

Und nicht einmal Seth kennt alle Wahrscheinlichkeiten. Er sieht zwar mehr wie wir, aber eben auch nicht alle.

LG
Apis
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#8
(18.05.2015, 14:28)Apis schrieb: Und nicht einmal Seth kennt alle Wahrscheinlichkeiten. Er sieht zwar mehr wie wir, aber eben auch nicht alle.


So würde ich es nicht formulieren, eher dass ihm nicht alle Wahrscheinlichkeiten bewusst sind bzw. ihm nicht immer bewusst ist, welche Wahrscheinlichkeit sich spontan erfüllt. :zwinker:

Das ist doch das reizvolle der Spontanität und des freien Willens: Du hast jederzeit die Möglichkeit, dich innerhalb deines festgelegten Rahmens frei zu entscheiden. Vergleiche es mit einem Raum, in dem du dich befindest. Innerhalb dieses Raumes hast du völlige Bewegungsfreiheit. Nun stelle dir vor, eine zweite Person betritt den Raum. Du kannst dich weiterhin frei bewegen, doch kannst du dich physisch nicht durch diese Person hindurch bewegen und wirst in gewissem Maße durch sie beschränkt.

Das Auftreten und die Aktion dieser Person kann dich bewusst überraschen. Unbewusst wusstest du aber nicht nur, dass diese Person auftreten wird, du hast dem sogar zugestimmt. Was du nun aber damit anstellst, ist spontane Aktion innerhalb möglicher Wahrscheinlichkeiten.

Mit einem guten Draht zu deinen inneren Sinnen wirst du feststellen, dass auch daran nichts wirklich Überraschendes ist. :Knutscher:
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#9
(13.05.2015, 07:02)Apis schrieb: Hallo zusammen,

Hi Apis,

(13.05.2015, 07:02)Apis schrieb: Wenn meine Erwartungen meine Realität formen, dann kann es für mich grundsätzlich keine Überraschungen geben: ich lebe doch in einer Menge selbsterfüllender Prophezeiungen. Sprüche wie "ich hab' es ja geahnt, dass das passieren wird" oder "klar, das mußte ja so kommen" oder "genau so habe ich mir das vorgestellt" repräsentieren sehr eindrücklich dieses Gefühl, das von vielen Menschen geteilt wurde und wird.

Ich schätze, das Leben behält trotzdem eine Portion Nichtlinearität und funktioniert auch nur mit ihr. Und das ist gut so: alles bis ins Detail Berechenbare ist stinklangweilig. Vielleicht ist diese notwendige Unschärfe der Grund, warum sich der typische Wunsch nach dem Lottogewinn vergleichsweise selten verwirklicht: der Weg dorthin ist zu variantenarm.

Hast Du mal eines der Elder Scrolls Rollenspiele gedaddelt? :zwink:

Es gibt in diesen Games einen klaren Handlungsfaden, dem Du folgen kannst. Dann ist das Game ganz nett, aber nur halb so interessant.

Beginnst Du allerdings, abseits der vorgegebenen Pfade das Terrain zu erkunden, ergeben sich aus diesen Abzweigungen vom Hauptquest interessante neue Aufgaben bzw. Entdeckungen, welche Dir zuvor nicht bekannt waren. Die Haupthandlung bleibt bestehen, nur ein weiterer Weg dahin hat sich aufgetan - und Du hast auf diesem Nebenpfad zurück zur eigentlichen Aufgabe beispielsweise einen zusätzlichen Fertigkeitspunkt erlangt, der sich nicht nur überraschend ergab, sondern Deinen Hauptpfad möglicherweise wieder um eine Nuance bereichert. Dennoch: das Ziel Deiner Reise (auf das Seth-Material übertragen: die sich erfüllende Erwartung) bleibt. Du erreichst dieses Ziel lediglich über einen anderen Weg - manchmal ist es ein Umweg, manchmal eine Abkürzung.

Wenn wir die Realität gestalten, kreieren wir sie vielleicht gar nicht neu, sondern wählen sie 'nur' aus einer nicht bestimmbaren Zahl bestehender Variationen aus. Diese These stammt nicht von mir, sondern von Vadim Zeland, der sie in seinen 'Transurfing'- Büchern vertritt.

Gruß

Sandy
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#10
Ich habe Vadim Zeland gelesen. Seth ist besser, und zwar deutlich. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Seth Herrn Zeland inspiriert hat. Und die Idee der Auswahl der Realität fällt auch darunter. Alles wird verwirklicht, aber nicht alles auf unserer physischen Ebene, sondern manches auch gerne als Massentraum.
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#11
(19.05.2015, 13:31)Apis schrieb: Ich habe Vadim Zeland gelesen. Seth ist besser, und zwar deutlich.

Da geht es mir umgekehrt. Ich habe noch nicht das gesamte Seth-Material (soweit es bisher veröffentlich wurde) durch und vieles ist mir ohnehin (noch) zu abstrakt. Mir erscheint Zeland bislang unterm Strich deutlich schlüssiger.

(19.05.2015, 13:31)Apis schrieb: Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Seth Herrn Zeland inspiriert hat.

Die Mehrfachwelten-These stammt beispielsweise aus der Quantenphysik, die Philosophie von der 'Leerheit' findet sich im tibetischen Buddhismus. Ok, von Mehrfachwelten berichtet auch bereits die Bhagavad Gita ...

Ich schätze, man kann indirekt auf viele Aussagen Seths stoßen, ohne Jane Roberts Bücher je kennengelernt zu haben. Speziell in der östlichen Philosophie.

Gruß

Sandy
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#12
(13.05.2015, 07:02)Apis schrieb: Hallo zusammen,

irgendwie ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich mir Gedanken über die Frage mache, warum ich vom Leben noch überrascht werden kann.

Wenn meine Erwartungen meine Realität formen, dann kann es für mich grundsätzlich keine Überraschungen geben: ich lebe doch in einer Menge selbsterfüllender Prophezeiungen. Sprüche wie "ich hab' es ja geahnt, dass das passieren wird" oder "klar, das mußte ja so kommen" oder "genau so habe ich mir das vorgestellt" repräsentieren sehr eindrücklich dieses Gefühl, das von vielen Menschen geteilt wurde und wird.

Was für Erklärungsansätze habt ihr, wenn sich plötzlich Entwicklungen ergeben, die ihr niemals für möglich gehalten habt, die sich völlig der Erfahrung entziehen oder euch eiskalt Ereignisse erwischen, die ihr euch in euren schlimmsten Träumen nicht ausmalen konntet?

Habt ihr aktuelle Beispiele parat?

LG
Apis

Ich möchte dieses alte Thema noch einmal aufgreifen. Nicht nur in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die aber schon eine Menge Überraschungspotential mit sich bringt.

Wir hatten ja als Ergebnis gefunden, dass Überraschungen eine Folge eines Informationsgefälles oder -defizits sein müssen. Da alle Informationen grundsätzlich erreichbar sind, zumindest von irgendeinem Persönlichkeitsteil, kann dieses Informationsdefizit daher rühren, dass die Gesamtpersönlichkeit nicht weit genug reicht oder zumindest zu Teilen keinen guten Kontakt hat.

Es ging mir aber nicht nur um Überraschungen negativer Art. Auch unerwartet schöne Entwicklungen können stattfinden. Erfreuliche Wendungen, schicksalhafte Begegnungen.

Außerdem möchte ich das Thema erweitern.

In diesem Zusammenhang suche ich das Gegenteil von "Überraschung" und "überrascht".

Im Internet findet man dazu:
geschwätzig
gesprächig
mitteilsam
redefreudig
redselig
unerschrocken

Alles Quatsch. Einzig das letzte Wort finde ich passend. Es erinnert mich an die englische Übersetzung, die hier auch schon gelegentlich Thema war, und ich möchte wiedereinmal daran erinnern. Es war das Wort



reckless



LG
Apis
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#13
Lieber Apis

(oder Liebe Apis? Sorry, ich weiss es nicht, aber vielleicht spielt es für dich ja keine Rolle, dann ist auch gut :-))

Könntest du für mich deine Frage vielleicht noch etwas präzisieren? Ich finde es ein sehr interessantes Thema, aber ich habe in diesem Thread schon sehr gute Antworten gefunden und wüsste im Moment nicht, was ich dazu beitragen könnte, obwohl ich es wirklich gerne würde!

Z.B. die Antwort von Amara fand ich sehr gut:

Amara schrieb:Guten Morgen Apis!

Schöne Gedanken zum frühen Morgen und hier kurz ein paar gedankliche Ansätze meinerseits:

Wir sind hier aus Gründen, die wir uns selbst auferlegt haben, dessen wir uns aber nicht bewusst sind. Dementsprechend schaffen wir unser Umfeld und unsere Materie grösstenteils unbewusst. Nun bedarf es einer ausführlichen Auseinandersetzung mit uns selbst und die Entwicklung unserer inneren Sinne (in dem Thema stecke ich gerade ganz tief), um unsere Aufgaben zu lösen. Das Leben ist sozusagen wie ein selbstgestelltes Rätsel, an das wir uns nicht mehr erinnern.

Es ist wie in einem Irrgarten: Läufst du den falschen Weg, kommst du nicht weiter und alles beginnt von Neuem. Finde den (deinen) Weg, heisst die Lösung. Folge deiner mentalen Blaupause auf dem physischen Weg. Jedes Wesen sehnt sich nach größtmöglicher Erfüllung und möchte erleben, was es zu erleben vermag. Dazu gehören auch Irrwege, die in einer Katastrophe enden können. Hier kommen wieder die inneren Sinne ins Spiel: Nutze und entwickle die inneren Sinne und die Irrwege lösen sich auf.

Beispiel: Es gibt Menschen, denen passieren immer die gleichen entsetzlichen Dinge auf unterschiedliche Weise und sie fragen sich: "Warum ich? Warum mir? Warum wieder?" Die Antwort ist ebenso wenig gern gehört wie banal: Du hast noch nicht gelernt. Umgekehrt geht es auch. Dir passieren wundervolle Dinge, die du nicht für möglich hieltest und fragst dich, woher das kommt. Nenne es vielleicht Selbstunterschätzung. Ich habe das oft im Training mit Gruppen erlebt. Es zeigt sich z. B. dass ein Gruppenmitglied bessere Führungsqualitäten als der Chef hat und ist selbst erstaunt darüber, weil es sich das bewusst nicht zugetraut hat.

Seth sagt, wir wissen bewusst viel zu wenig über unsere echten Gedanken und was Gedanken überhaupt sind und was sie ausmacht. Deine Gedanken formen deine Glaubenssätze, woraus sich deine Erwartungen entwickeln. Wenn du deine ureigensten Gedanken nicht kennst, weisst du nicht, was du wirklich tief in dir erwartest.

Weiter spielen Ängste ganz groß mit hinein, sie projizieren ebenfalls eine Erwartung, auch wenn es dir nicht so ganz bewusst ist.


oder auch deine eigene Aussage:

Apis schrieb:Und ich habe das deutliche Gefühl, dass dieses Überraschungspotential, also das zeitliche, räumliche oder persönliche Informationsgefälle wesentlich ist, und zwar für das ganze Leben.
Das Salz an der Suppe: Neuigkeiten. Neue Erfahrungen. Das tollste Essen wird langweilig und eintönig, wenn es jeden Tag auf dem Tisch steht.
Wie könnte ich jemals etwas Neues erfahren, wenn ich alles schon wüßte?
Das Neue ist der Reiz, und Reize werden gesucht, immer und von allem. Ich sehe auch Wesenheiten auf der Suche nach neuen Reizen.

Und nicht einmal Seth kennt alle Wahrscheinlichkeiten. Er sieht zwar mehr wie wir, aber eben auch nicht alle.

Auch sagte Seth irgendwo in etwa, dass Alles-Was-Ist sich selber überraschen muss, um sich selber zu erfahren und kennenzulernen. Tut mir leid, dass ich nie die genauen Zitate zur Hand habe!

Das würde ja erklären, weshalb gewisse Informationen bewusst nicht zu unserem Alltags-Ich durchdringen, oder? Ansonsten würden wir unseren "Lebensfilm" wie in einer Zauberkugel durchleuchten und durchschauen können. Wäre doch langweilig und würde keine, sich echt anfühlende Herausforderungen bringen, die das Leben ausmachen. Ein Game mit Cheats spielen ist ja auch nicht dasselbe, wie ein Game mit allen Höhen und Tiefen zu spielen und am Ende stolz auf das Erreichte zurückblicken (gilt ja für vieles: Studium, eine strenge Wanderung mit schöner Aussicht auf der Spitze sowie viele andere, auch grössere Herausforderungen im Leben).

Reckless scheint mir im ersten Moment als Gegenteil zu überrascht durchaus denkbar. Aber vielleicht nur dem Anschein nach. Vielleicht ist ein unerschrockener Mensch nur deshalb nicht überrascht, weil er weiss, dass er mit seinem Verhalten früher oder später eine bestimmte Reaktion oder ein bestimmtes Ereignis herbeiführen wird, und er spielt damit herauszufinden, wie lange oder wie stark er etwas ausreizen kann, bis das Ereignis eintritt. Aber es hat meiner Ansicht nach nicht damit zu tun, dass dieser Mensch Zugang zu Informationen hat, welche ein überraschter Mensch nicht hat.

So gesehen frage ich mich, ob es ein echtes, gegenteiliges Wort zur Überraschung gibt, wie wir es kennen. Vielleicht wissend? Allwissend?
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#14
(26.02.2021, 08:17)Apis schrieb:
(13.05.2015, 07:02)Apis schrieb: Hallo zusammen,

irgendwie ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich mir Gedanken über die Frage mache, warum ich vom Leben noch überrascht werden kann.

Wenn meine Erwartungen meine Realität formen, dann kann es für mich grundsätzlich keine Überraschungen geben: ich lebe doch in einer Menge selbsterfüllender Prophezeiungen. Sprüche wie "ich hab' es ja geahnt, dass das passieren wird" oder "klar, das mußte ja so kommen" oder "genau so habe ich mir das vorgestellt" repräsentieren sehr eindrücklich dieses Gefühl, das von vielen Menschen geteilt wurde und wird.

Was für Erklärungsansätze habt ihr, wenn sich plötzlich Entwicklungen ergeben, die ihr niemals für möglich gehalten habt, die sich völlig der Erfahrung entziehen oder euch eiskalt Ereignisse erwischen, die ihr euch in euren schlimmsten Träumen nicht ausmalen konntet?

Habt ihr aktuelle Beispiele parat?

LG
Apis

Ich möchte dieses alte Thema noch einmal aufgreifen. Nicht nur in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die aber schon eine Menge Überraschungspotential mit sich bringt.

Wir hatten ja als Ergebnis gefunden, dass Überraschungen eine Folge eines Informationsgefälles oder -defizits sein müssen.

Hatten wir? :Kopfkratz: Da muss mir was entgangen sein, oder ich hab es völlig vergessen. Hast du einen Link parat, um mein Gedächtnis aufzufrischen?

Zitat:Da alle Informationen grundsätzlich erreichbar sind, zumindest von irgendeinem Persönlichkeitsteil, kann dieses Informationsdefizit daher rühren, dass die Gesamtpersönlichkeit nicht weit genug reicht oder zumindest zu Teilen keinen guten Kontakt hat.


Keinen Kontakt zum Ego, oder zu wem sonst? Den Informationen?

Meiner Ansicht nach liegt es in 99% der Fälle daran, dass das Ego einzig und allein deshalb überrascht ist oder werden kann, weil es keinen guten Kontakt zu sich selbst hat. :roll:

Zitat:Es ging mir aber nicht nur um Überraschungen negativer Art. Auch unerwartet schöne Entwicklungen können stattfinden. Erfreuliche Wendungen, schicksalhafte Begegnungen.

Außerdem möchte ich das Thema erweitern.

In diesem Zusammenhang suche ich das Gegenteil von "Überraschung" und "überrascht".

Im Internet findet man dazu:
geschwätzig
gesprächig
mitteilsam
redefreudig
redselig
unerschrocken

Alles Quatsch. Einzig das letzte Wort finde ich passend. Es erinnert mich an die englische Übersetzung, die hier auch schon gelegentlich Thema war, und ich möchte wiedereinmal daran erinnern. Es war das Wort



reckless


Du hast da gleich ein schönes Beispiel für meine Behauptung mitgeliefert :mrgreen: Warum suchst du im Internet nach Wortbedeutungen für "Überraschung" und ihr Gegenteil? Du hast ganz persönliche Erfahrungswerte und Deutungen für diese Begriffe, wozu brauchst du da die Auslegungen anderer, um der Antwort auf die Spur zu kommen?

Machen wir das doch zielführender. Wann hat dich zuletzt etwas "wie aus heiterem Himmel getroffen", völlig unerwartet und überraschend, und was war es genau?

Ja ja, ich weiß schon - wenn es in den Bereich des persönlichen Erlebens geht, dann is hier ganz schnell Schluss mit lustig oder zumindest mit der Kommunikation. Weil sich niemand nackig machen will vor anderen. Aber zumindest vor sich selbst wird das jeder müssen, der tatsächlich eine Antwort auf die Frage sucht, wie Überraschungen überhaupt möglich sind. Mit harmlosen (weil unpersönlichen) Philosophien kommt man nirgendwo hin. Das Wort reckless wäre in diesem Zusammenhang weit zielführender denn als erwähltes Gegenteil von "überrascht". :zwinker:
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#15
Tja, liebe Tash, mich trifft eben nichts aus heiterem Himmel, völlig unerwartet und überraschend. Echte Verblüffung hatte ich ewig nicht mehr.

Ich kenne mich schon so gut, dass ich oft schon im Voraus sehr genau weiß, warum ich gerade dies und jenes erfahre. Nicht ohne Grund hatte ich sicher als einziger das Thema "Langeweile" auf dem Schirm, um es nun auf das Thema "Überraschung" umzuhängen, zwei Seiten einer einzigen Facette.

Ich werde in mich gehen und versuchen, mich an ein passendes persönliches Erlebnis zu erinnern.

Nicht einmal die Belebung hier im Forum überrascht mich sehr, das ist alles zyklisch. Aber ein kleines "Uiiii" ist es schon wert... :lol:
JUST BE - πάντα ῥεῖ

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#16
Zitat:Meiner Ansicht nach liegt es in 99% der Fälle daran, dass das Ego einzig und allein deshalb überrascht ist oder werden kann, weil es keinen guten Kontakt zu sich selbst hat.

Ein hochinteressanter Ansatz. Was ist die Schlußfolgerung daraus? Dass ein Selbst nie wirklich überrascht sein kann!
Demzufolge bräuchte das Selbst das Ego, um aus seiner Langeweile zu entfliehen und endlich mal überrascht zu werden. Es beschneidet sich seiner weitreichenden Bewußtheit und Erkenntnismöglichkeiten, um einfach mal fun zu haben, Reiz, Lust, Spannung! Endlich auch mal reckless sein zu dürfen, und das auch spüren zu dürfen. Denn wie langweilig und gleichzeitig unmöglich muss es denn sein, mit völliger Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit ausgestattet das Gefühl von Angst zu lernen?

Und so findet man quasi nebenbei bei der Beschäftigung mit "Langeweile" und "Überraschung" den Sinn des menschlichen Lebens.

Was natürlich den meisten erleuchteten Wesenheiten viel zu peinlich wäre, zuzugeben.

Und welcher Mensch wollte auf der Suche nach dem Sinn des Lebens denn auch hören, dass sein Leben allein zum Amusement des Selbst dienen soll, um etwas zum Verlieren zu haben, um Angst kennenzulernen? Eventuell gibt das am Ende keine Wesenheit zu, um sich einfach nicht zu blamieren.

Also doch nur alles Testpiloten hier auf der Erde. Schon etwas wert, aber eben nur von beschränktem und zeitlich begrenztem Nutzen.
JUST BE - πάντα ῥεῖ

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#17
(18.03.2021, 18:26)Apis schrieb:
Zitat:Meiner Ansicht nach liegt es in 99% der Fälle daran, dass das Ego einzig und allein deshalb überrascht ist oder werden kann, weil es keinen guten Kontakt zu sich selbst hat.

Ein hochinteressanter Ansatz. Was ist die Schlußfolgerung daraus? Dass ein Selbst nie wirklich überrascht sein kann!
Demzufolge bräuchte das Selbst das Ego, um aus seiner Langeweile zu entfliehen und endlich mal überrascht zu werden. Es beschneidet sich seiner weitreichenden Bewußtheit und Erkenntnismöglichkeiten, um einfach mal fun zu haben, Reiz, Lust, Spannung! Endlich auch mal reckless sein zu dürfen, und das auch spüren zu dürfen. Denn wie langweilig und gleichzeitig unmöglich muss es denn sein, mit völliger Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit ausgestattet das Gefühl von Angst zu lernen?

Und so findet man quasi nebenbei bei der Beschäftigung mit "Langeweile" und "Überraschung" den Sinn des menschlichen Lebens.

Naja, ein bissl mehr Sinn als bloß Überraschungsmomente und das Erleben von Angstgefühlen dürften unsere Intermezzi im Physischen dann ja wohl doch noch haben. :rolla:

Zitat:Was natürlich den meisten erleuchteten Wesenheiten viel zu peinlich wäre, zuzugeben.


:groehl

Zitat:Tja, liebe Tash, mich trifft eben nichts aus heiterem Himmel, völlig unerwartet und überraschend.

Corona auch nicht? :angel:
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#18
Nein, auch Corona nicht. 8)
Ich dachte schon seit Jahren, und zwar ganz exakt seit der Schweine- und der Vogelgrippe (wir erinnern uns, das waren die lustigen Abkürzungen wie H1N1, H5N8 usw.) oft daran, dass wir noch nicht einmal in der Lage sind, eine etwas aggressivere Grippe zu beherrschen. Weiterhin beobachte ich schon seit längerem die Entwicklung der multiresistenten Keime und die zunehmende Machtlosigkeit des Menschen auf diesem Gebiet. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die zivilisierte Welt einmal eine größere Krise erfassen würde, die vielen Menschen einen würdevollen Abgang ermöglichen würde.
Die nächste Ahnung geht übrigens Richtung kriegsähnliche Unruhen. Und nein, dazu braucht man weder ein Astrologe noch ein Prophet zu sein, dazu reichen ein paar oberflächliche Geschichtskenntnisse. Das ist einfach nur logisches menschliches Verhalten.
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#19
Eine Frage stellt sich da ja doch noch, Apis :mrgreen: Eigentlich sogar zwei:

Apis schrieb:Tja, liebe Tash, mich trifft eben nichts aus heiterem Himmel, völlig unerwartet und überraschend.

Wenn dem tatsächlich so ist, warum dann dein anhaltendes Interesse an der Frage, wie es sein kann, dass es Überraschungen gibt?

Und zweitens - wenn du dir des Zusammenhangs mit unseren Gedanken und Erwartungen bewusst bist, tust du dann aktiv etwas gegen Ahnungen und Erwartungen wie diese:

Apis schrieb:Ich dachte schon seit Jahren, und zwar ganz exakt seit der Schweine- und der Vogelgrippe (wir erinnern uns, das waren die lustigen Abkürzungen wie H1N1, H5N8 usw.) oft daran, dass wir noch nicht einmal in der Lage sind, eine etwas aggressivere Grippe zu beherrschen. Weiterhin beobachte ich schon seit längerem die Entwicklung der multiresistenten Keime und die zunehmende Machtlosigkeit des Menschen auf diesem Gebiet. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die zivilisierte Welt einmal eine größere Krise erfassen würde, die vielen Menschen einen würdevollen Abgang ermöglichen würde.
Die nächste Ahnung geht übrigens Richtung kriegsähnliche Unruhen. Und nein, dazu braucht man weder ein Astrologe noch ein Prophet zu sein, dazu reichen ein paar oberflächliche Geschichtskenntnisse. Das ist einfach nur logisches menschliches Verhalten.

:rolla:
There is a self into which you shall grow, a strong intuitive self in full control of its own destiny so far as is possible. Seth, Session 329
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#20
(22.03.2021, 21:14)Tash schrieb: Eine Frage stellt sich da ja doch noch, Apis :mrgreen: Eigentlich sogar zwei:

Damit hatte ich schon gerechnet :mrgreen::mrgreen::groehl:groehl

Apis schrieb:Tja, liebe Tash, mich trifft eben nichts aus heiterem Himmel, völlig unerwartet und überraschend.

(22.03.2021, 21:14)Tash schrieb: Wenn dem tatsächlich so ist, warum dann dein anhaltendes Interesse an der Frage, wie es sein kann, dass es Überraschungen gibt?

Das erklärt sich von allein: wenn jemand wie Seth einen - sagen wir mal - "sehr guten" Überblick über die Wahrscheinlichkeiten hat, und wir uns alle in diese Richtung entwickeln, die einen früher, die anderen später, dann finde ich es interessant zu wissen, ob plötzliche Entwicklungen jeglicher Art noch ihren anregenden Reiz und Charme behalten werden. Sind Überraschungen nicht das Salz an der Suppe des Lebens? Wie langweilig wäre ein Leben ohne unvorhersehbare Wendungen und erstaunliche Neuigkeiten. Frag mal einschlägige Medien, früher in der Boulevardpresse, heute in elektronischer Form wie Whatsapp, Instagram, Twitter, TikTok! Alle leben doch genau davon.

Ist es deswegen überhaupt erstrebenswert, sich und der Entwicklungen der Wahrscheinlichkeitsfäden so bewusst zu werden?


Tash schrieb:Und zweitens - wenn du dir des Zusammenhangs mit unseren Gedanken und Erwartungen bewusst bist, tust du dann aktiv etwas gegen Ahnungen und Erwartungen wie diese:

Apis schrieb:Ich dachte schon seit Jahren, und zwar ganz exakt seit der Schweine- und der Vogelgrippe (wir erinnern uns, das waren die lustigen Abkürzungen wie H1N1, H5N8 usw.) oft daran, dass wir noch nicht einmal in der Lage sind, eine etwas aggressivere Grippe zu beherrschen. Weiterhin beobachte ich schon seit längerem die Entwicklung der multiresistenten Keime und die zunehmende Machtlosigkeit des Menschen auf diesem Gebiet. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die zivilisierte Welt einmal eine größere Krise erfassen würde, die vielen Menschen einen würdevollen Abgang ermöglichen würde.
Die nächste Ahnung geht übrigens Richtung kriegsähnliche Unruhen. Und nein, dazu braucht man weder ein Astrologe noch ein Prophet zu sein, dazu reichen ein paar oberflächliche Geschichtskenntnisse. Das ist einfach nur logisches menschliches Verhalten.

Zur Klarstellung: ich bin kein Seher. Und ich will auch keiner werden. Vielleicht hat sich mein Blick etwas erweitert und ich bemerke manchmal Dinge, die andere übersehen.

Was sollte man aktiv gegen Ahnungen tun? Sie bekämpfen? Sie fließen. Sie kommen über Dich, und Du nimmst sie an oder Du wehrst Dich gegen sie. Manchmal treten sie ein, manchmal nicht.

Klar, man kann seine beliefs gestalten. Du wirst mir glauben, dass ich viele beliefs und daraus resultuierende Ideen und Gedanken einfach innerlich mit angenehmeren "überschreibe" oder auch dann und wann einfach ausblende und mich weigere sie zu sehen, weil es die andere Wahrscheinlichkeit ja genauso gibt. In letzter Zeit frage ich mich aber, ob viele unangenehme Entwicklungen nicht sogar dringend nötig sind, um erforderliche Reinigungen durchzuführen. Es gibt so vieles in dieser fortgeschrittenen Zivilisation, das einfach nur weg muss.

Vielleicht sollte ich in die Politik gehen und versuchen, aktiv mitzugestalten. Die hat mich aber nie interessiert.
Auch hatte ich schon überlegt, mich zu bewaffnen. Ich habe es wieder verworfen. Es wäre sinnlos, und es wird gewaltfreie Lösungen geben. Diese stelle ich mir möglichst bildhaft vor. Hat ja gut geklappt die letzen Jahre.

Jeden Tag gibt es Unruhen auf dieser Erde. Aber nicht in meiner direkten Umgebung. Und so wird es auch bleiben. Ich bin kein Hitzkopf, der nur irgendwelche Veränderungen durchsetzen will. Aber ganz offensichtlich gibt es noch solche Menschen mit explosiver Natur und viel kürzerer Zündschnur.

Wie kann man an einem Erdbeben nicht teilnehmen? Einfach nicht da sein, wenn es anfängt. :Handkicker:
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#21
(23.03.2021, 09:17)Apis schrieb: Vielleicht sollte ich in die Politik gehen und versuchen, aktiv mitzugestalten. Die hat mich aber nie interessiert.
Auch hatte ich schon überlegt, mich zu bewaffnen. Ich habe es wieder verworfen. Es wäre sinnlos, und es wird gewaltfreie Lösungen geben. Diese stelle ich mir möglichst bildhaft vor. Hat ja gut geklappt die letzen Jahre.

Apis, das finde ich ja schon fast beruhigend... :rolla: solch "alte Hasen" wie Du haben tatsächlich auch ihre Zweifelsphasen... sowas vermute ich eher bei Anfängern (wie mir... :-)))
Und noch beruhigender, daß Du sie ausgeräumt hast. Ich kenne Dich zwar nicht persönlich, nur von den Beiträgen, aber ich kann mir Dich kaum mit einer Knabüs´im Halfter vorstellen... :Handkicker:
Seth hat immer wieder Gewalt abgelehnt, und somit hast Du sicher richtig entschieden. Es geht ohne... :angel: Was natürlich nicht heißt, daß man selber nicht was auf die Mütze kriegen kann (gemäß der eigenen Glaubenssätze). Ob man dann aber mit gleicher Munition zurückballert, ist die andere Frage...
Das erinnert mich an einen Spruch in meinen jungen Jahren. Den hatte meine Klassenkameradin auf ihrem Federmäppchen stehen. "Fighting for peace is like fucking for virginity". Ich war unbedarft und hab nachgefragt, was denn "fucking" heißt. Da hat sie nur gegrinst. Nun ja. Jugenderinnerungen... :lol:
Aber der Spruch hat seine Berechtigung.
Dir und allen einen schönen Tag und alles Liebe,
Sissi
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#22
(23.03.2021, 13:26)Sissi schrieb: Apis, das finde ich ja schon fast beruhigend... :rolla: solch "alte Hasen" wie Du haben tatsächlich auch ihre Zweifelsphasen... sowas vermute ich eher bei Anfängern (wie mir... :-)))
Alter Hase :lol: - bald ist Ostern, und der 1. April, ähem, und Gründonnerstag-Ruhetag, :groehl
na lassen wir das. Peinlich sowas.

Was für Zweifel? Ich sehe mich (wie andere auch...) derzeit eher bei "zurück auf Los" :lol:

Zitat:Und noch beruhigender, daß Du sie ausgeräumt hast.
Nur vorübergehend. Tash hatte es ja berichtet: man weiß genau, wo die falschen beliefs sitzen, aber man fällt trotzdem immer wieder auf sie rein. An sich schon ein absolut tödlicher belief...

Zitat:Ich kenne Dich zwar nicht persönlich, nur von den Beiträgen, aber ich kann mir Dich kaum mit einer Knabüs´im Halfter vorstellen... :Handkicker:
Nein, es wäre ein Bogen, ein richtig guter, robuster. Und richtig gute Pfeile. [Bild: fig29.gif]
Wenn die wuertziworldsmilies ... warte...ah... doch...

Zitat:Seth hat immer wieder Gewalt abgelehnt, und somit hast Du sicher richtig entschieden. Es geht ohne... :angel: Was natürlich nicht heißt, daß man selber nicht was auf die Mütze kriegen kann (gemäß der eigenen Glaubenssätze). Ob man dann aber mit gleicher Munition zurückballert, ist die andere Frage...
Auch dafür hat Seth Rezepte... den Friedensbefehl

Zitat:Das erinnert mich an einen Spruch in meinen jungen Jahren. Den hatte meine Klassenkameradin auf ihrem Federmäppchen stehen. "Fighting for peace is like fucking for virginity". Ich war unbedarft und hab nachgefragt, was denn "fucking" heißt. Da hat sie nur gegrinst. Nun ja. Jugenderinnerungen... :lol:
Aber der Spruch hat seine Berechtigung.
:Handkicker:
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#23
Apis schrieb:
Tash schrieb:Wenn dem tatsächlich so ist, warum dann dein anhaltendes Interesse an der Frage, wie es sein kann, dass es Überraschungen gibt?

Das erklärt sich von allein: wenn jemand wie Seth einen - sagen wir mal - "sehr guten" Überblick über die Wahrscheinlichkeiten hat, und wir uns alle in diese Richtung entwickeln, die einen früher, die anderen später, dann finde ich es interessant zu wissen, ob plötzliche Entwicklungen jeglicher Art noch ihren anregenden Reiz und Charme behalten werden.

Sofern es mich betrifft, und sofern es Entwicklungen sind, die ich initiiert habe und die dann plötzlich wie ein popup ins Physische knallen, empfinde ich das als tausendmal reizvoller, prickelnder und charmanter, als jede "unvorhergesehene" Überraschung je sein könnte. :rolla:

Zitat:Sind Überraschungen nicht das Salz an der Suppe des Lebens?


In meiner Suppe nicht, weil ich die unbewusst reingeworfenen Kräuter entbehrlich finde, wenn ich meine eigenen Würze absichtlich hineinstreuen kann. :mrgreen:

Zitat:Wie langweilig wäre ein Leben ohne unvorhersehbare Wendungen und erstaunliche Neuigkeiten. Frag mal einschlägige Medien, früher in der Boulevardpresse, heute in elektronischer Form wie Whatsapp, Instagram, Twitter, TikTok! Alle leben doch genau davon.

Ich bin ja kein Social-Media-Spezialist, aber die "erstaunlichen Neuigkeiten" auf diversen Plattformen erstaunen mich im Allgemeinen nur aufgrund des bemerkenswerten Schwachsinns, den sie beinhalten :groehl

Zitat:Ist es deswegen überhaupt erstrebenswert, sich und der Entwicklungen der Wahrscheinlichkeitsfäden so bewusst zu werden?

Also ich mag es sehr, meinen Gedanken beim Wachsen zuzusehen. Ist für mich viel besseres Kino, als die herkömmliche Welt mir noch länger bieten könnte.
There is a self into which you shall grow, a strong intuitive self in full control of its own destiny so far as is possible. Seth, Session 329
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#24
(23.03.2021, 17:58)Wimmel schrieb:
(23.03.2021, 16:40)Apis schrieb: Auch dafür hat Seth Rezepte... den Friedensbefehl.

Der wie funktioniert?


(Die deutsche Übersetzung stammt aus der alten Ausgabe DNdpR, in gewohnt mieser fantasievoller Manier, Rotfärbung im Originaltext von mir)

Session 634 schrieb:You could encounter such an attack in several ways that do not involve killing. You would not be in such a hypothetical situation to begin with unless violent thoughts of your own, faced or unfaced, had attracted it to you. But once it is a fact, and according to the circumstances, many methods could be used. Because you consider aggression synonymous with violence, you may not understand that aggressive - forceful, active, mental or spoken – commands for peace could save your life in such a case; yet they could.
Usually there are a variety of physical actions, not involving killing that would suffice. As long as you believe that violence must be met with violence you court it and its consequences. On individual terms, your own body and mind become the battleground, as does the physical body of the earth in mass terms. Your material form is alive through natural aggression, the poised, forceful and directed action that is the carrier for creativity.



Ihr könntet einem solchen Angriff auf verschiedene Weise, ohne des Mordes schuldig zu werden, begegnen. Ihr wäret ohnehin in eine solche Situation nie geraten, wenn ihr diese nicht zuerst durch eigene Phantasien der Gewalttätigkeit bewusst oder unbewusst auf euch gezogen hättet. Aber wenn es schon einmal so ist, dann können den Umständen entsprechend viele Methoden angewandt werden. Da ihr Aggression mit Gewalttätigkeit gleichsetzt, werdet ihr vielleicht nicht glauben, dass ein aggressiver - ein kraftvoller, aktiver, mentaler oder in Worte gefasster - F r i e d e n s b e f e h l euch in einer solchen Situation das Leben retten könnte; und doch ist es so.
Normalerweise würden verschiedene physische Handlungen, die eine Tötung ausschließen, genügen. Solange ihr aber glaubt, dass man Gewalt mit Gewalt begegnen muss, zieht ihr sie und ihre Folgen auf euch. Im individuellen Rahmen werden Körper und Geist dann zum Schlachtfeld, im kollektiven Rahmen wird es sogar der physische Leib der Erde. Eure materielle Form wird durch natürliche Aggressivität am Leben erhalten, durch ein ausgeglichenes, kraftvolles und gezieltes Handeln, das Ausdruck und Träger eurer Kreativität ist.
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#25
OT

Interneturlaub? Ist das jetzt, weil ich gesagt hab du würdest dich ohne uns langweilen?

Edit: ignoriere die Frage, habs grad im Kaffee gelesen. Das kam ÜBERRASCHEND, (weshalb dieses Post jetzt gar kein OT mehr ist. :groehl )
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