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Selbstverteidigung
#1
Zitat:You live in a safe universe. When you realize this emotionally then there is no need for defenses against portions of yourself, or against the world. … In your society money is like a weapon that you need to protect yourself.

Deleted Session 9/20/1975

Ihr lebt in einem sicheren Universum. Wenn ihr das gefühlsmäßig erkennt, gibt es keine Notwendigkeit für Verteidigungen gegen Teile von euch oder gegen die Welt … In eurer Gesellschaft ist Geld wie eine Waffe die ihr benötigt um euch zu beschützen.
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#2
(26.08.2013, 07:21)Tash schrieb:
Zitat:You live in a safe universe. When you realize this emotionally then there is no need for defenses against portions of yourself, or against the world. … In your society money is like a weapon that you need to protect yourself.

Deleted Session 9/20/1975

Ihr lebt in einem sicheren Universum. Wenn ihr das gefühlsmäßig erkennt, gibt es keine Notwendigkeit für Verteidigungen gegen Teile von euch oder gegen die Welt … In eurer Gesellschaft ist Geld wie eine Waffe die ihr benötigt um euch zu beschützen.

Ja, klar. Hinter dem Horten von Reichtum steckt Angst. Wird schon den Kindern eingetrichtert: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Man soll Geld für "schlechte Zeiten" zurechtlegen.

Besonders abgedreht - Geld mit Waffenhandel verdienen. Symbol hoch 2. Ich glaube, in D sogar Exportschlager Nummer 2 nach Autos. Oder so. Guck ich jetzt nicht nach.

Dafür brauche ich ja meinen Porsche. Ich muß mich schützen. Jeder muß sich schützen. Ob sich die Größe der Angst wohl an der Höhe des Kontostandes ablesen läßt? Was meint Ihr?

Ich meine, daß mein Universum so verdammt sicher ist, hätte ich jetzt nicht gedacht. Muß wohl so sein. Seufz. Das scheint ja um mich herum das reinste Panikorchester zu sein. Mildes Lächeln...
:angel:



Liebe Grüße

Lane
Ich bin ein Erzieher und ich war es in verschiedener Hinsicht während vielleicht mehr Jahrhunderten als mir zuzugeben lieb ist und ich glaube nicht daran, einfache Lösungen anzubieten, denn sie sind wertlos. Die direkte Erfahrung bei diesem Vorgehen wird in der Tat deine eigene sein und weil es deine eigene ist, wird sie Früchte tragen.
DfS 4, Sitzung 162

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#3
Das Geld auch eine Waffe ist - Unterschrift. Wahrscheinlich sogar eine, die mehr Leben zerstören kann, als alle Patronen und Pfeile zusammen. Geld kann das. Worte können das übrigens auch. So ziemlich alles kann als Waffe dienen. Fragt mal einen Skymarshall oder einen Ninja oder Paris Hilton.

Das Geld einen trügerischen Schutz vorgaukelt, stimmt auch. Dennoch greift das Zitat, wenn es so isoliert stehen bleibt, zu kurz. Das Medium selbst ist neutral. Wie so oft ist es der Bezugsrahmen, aus dem heraus wir auf die Dinge blicken. Deshalb kann Geld auch einfach nur Spaß machen, wenn man die entsprechende Position dazu einnimmt. Die Position ist bekanntlich wählbar.

Die Wahrscheinlichkeit das wenig Geld wenig Spaß macht, ist meiner Ansicht nach jedenfalls höher, als das viel Geld immer und überall und von jedem gezielt als Waffe eingesetzt wird. Heute wird es von der Masse der Wohlhabenden zum profanen Konsum eingesetzt, der kurzfristig Glückshormone ausschütten soll - Kinderkacke, sicherlich. Geld macht nicht glücklich, wenn man es auf anderen Wege nicht fertigbringt. Kein Geld macht aber kaum glücklicher oder sicherer. Man darf Geld auch ruhig mit einem gewissen Freiheitsgedanken verbinden. Das ist nicht verboten und muss auch kein schlechtes Gewissen verursachen.

Für manche Menschen ist Freiheit SEHR wichtig, Unabhängigkeit, Zwanglosigkeit. Unter den zur Zeit vorherrschenden Spielregeln, würden sie sich keinen Gefallen tun, die Energie des Geldes völlig auszublenden.

Ich brauche keine Reichtümer, nur immer soviel von dem Zeugs in der Tasche, dass ich mir meine bescheidenen Freiheiten finanzieren kann. Was hat das mit Selbstverteidigung oder auch Agressivität zu tun?

Das Leben ist FÜLLE, VITALITÄT und KRAFT! DAS ist mal sicher in diesem Universum.

Natürlich ist mir klar, worauf die beiden hinauswollen (Tash und Seth :Handkicker:). Ist ja auch okay und richtig. Aber bitte lasst uns deswegen nicht wieder so einen undifferenzierten Geldverteufelungssthread daraus machen, wie es manche Esoteriker so gerne tun. Damit wäre nämlich auch niemanden geholfen. Entspannt bleiben. 8)

Meine 5 Cent
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#4
(26.08.2013, 14:54)Nebel schrieb: Dennoch greift das Zitat, wenn es so isoliert stehen bleibt, zu kurz.

Genau!

Weil ich auf diese Bemerkung gehofft hatte - und du meine Hoffnungen wieder einmal so schön erfüllt hast :Knutscher: - gibt es nähere Erläuterungen zum Kontext demnächst nachgeliefert :-)) Und keine Sorge, Foggy, es soll ganz bestimmt kein Geld-Verteufelungs-Thread werden :zwinker:

Überfluss schätzende
Tash
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#5
Na Prima! Ich hatte mich schon gewundert, dass ausgerechnet Du dieses hochaktuelle Thema so deutlich reduziert ansprichst. Ich würde es begrüßen, wenn wir diese Thematik in dem gebührend größeren Zusammenhang mal beleuchten würden. Ich weiß nicht wie es hinter den sieben Bergen ist, aber hier geht mir die berüchtigte »german Angst« allmählich wirklich auf den Wecker (und ich werde verdammt nicht gerne geweckt). »Das sichere Universum«, das muss doch irgendwie in die verbohrten Köpfe zu kriegen sein.
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#6
(26.08.2013, 14:54)Nebel schrieb: Das Geld einen trügerischen Schutz vorgaukelt, stimmt auch. Dennoch greift das Zitat, wenn es so isoliert stehen bleibt, zu kurz. Das Medium selbst ist neutral.

Nein, es greift nicht zu kurz. Es geht darum, daß Menschen zwischen sich und ihren Mitmenschen Barrieren aufbauen. Und es geht darum, daß sie zwischen sich und Teilen von sich selbst Barrieren aufbauen. Ein Beispiel dafür sind die Barrieren zwischen dem Ego und seinen Emotionen. Gefühle werden unterdrückt.


Zitat:Wie so oft ist es der Bezugsrahmen, aus dem heraus wir auf die Dinge blicken. Deshalb kann Geld auch einfach nur Spaß machen, wenn man die entsprechende Position dazu einnimmt. Die Position ist bekanntlich wählbar.

Geld ist nicht das eigentliche Thema dieser Passage. Und darum, daß Geld nicht auch Spaß machen kann, geht es überhaupt gleich gar nicht in diesem Zitat.

Hier geht es um Barrieren, die der Mensch aufrichtet, um sich zu schützen. Geld ist nur ein Mittel von vielen, Barrieren aufzusetzen. Mit Geld kannst Du Barrieren gegen Teile von Dir selbst aufrichten. Und Barrieren gegen Deine Mitmenschen. Es gibt aber auch andere Mittel zur Aufrichtung von Barrieren.

Hier gehts darum, daß Emotionen automatisch zu den GS führen würden, die die Angst auslösen. Die GS würde man dann ändern. Die Emotionen aber werden geblockt. Also findet man die GS nicht. Das Zitat ist also in dieser Kürze voll und ganz gültig. Und eine Diskussion über die verschiedenen Aspekte des Geldes führt wohl eher von einer Lösung des Dilemmas weg.


Zitat:Ihr lebt in einem sicheren Universum. Wenn ihr das gefühlsmäßig erkennt, gibt es keine Notwendigkeit für Verteidigungen gegen Teile von euch oder gegen die Welt … In eurer Gesellschaft ist Geld wie eine Waffe die ihr benötigt um euch zu beschützen.
Ich bin ein Erzieher und ich war es in verschiedener Hinsicht während vielleicht mehr Jahrhunderten als mir zuzugeben lieb ist und ich glaube nicht daran, einfache Lösungen anzubieten, denn sie sind wertlos. Die direkte Erfahrung bei diesem Vorgehen wird in der Tat deine eigene sein und weil es deine eigene ist, wird sie Früchte tragen.
DfS 4, Sitzung 162

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#7
(26.08.2013, 14:54)Nebel schrieb: Das Geld einen trügerischen Schutz vorgaukelt, stimmt auch. Dennoch greift das Zitat, wenn es so isoliert stehen bleibt, zu kurz. Das Medium selbst ist neutral. Wie so oft ist es der Bezugsrahmen, aus dem heraus wir auf die Dinge blicken. Deshalb kann Geld auch einfach nur Spaß machen, wenn man die entsprechende Position dazu einnimmt. Die Position ist bekanntlich wählbar.

Das Leben ist FÜLLE, VITALITÄT und KRAFT! DAS ist mal sicher in diesem Universum.

Da haben wir`s!! Echt Gut Nebel.:a020: Wer Geld verteufelt hat NIE welches!!

Der Mangel lauert überall!!:mrgreen:

Angst befindet sich IMMER IN einem, niemals ausserhalb.

Gruß

PALE
:D
CARPE DIEM
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#8
(26.08.2013, 14:54)Nebel schrieb: Das Geld auch eine Waffe ist - Unterschrift. Wahrscheinlich sogar eine, die mehr Leben zerstören kann, als alle Patronen und Pfeile zusammen. Geld kann das. Worte können das übrigens auch. So ziemlich alles kann als Waffe dienen. Fragt mal einen Skymarshall oder einen Ninja oder Paris Hilton.

Das Geld einen trügerischen Schutz vorgaukelt, stimmt auch. Dennoch greift das Zitat, wenn es so isoliert stehen bleibt, zu kurz. Das Medium selbst ist neutral. Wie so oft ist es der Bezugsrahmen, aus dem heraus wir auf die Dinge blicken. Deshalb kann Geld auch einfach nur Spaß machen, wenn man die entsprechende Position dazu einnimmt. Die Position ist bekanntlich wählbar.

Die Wahrscheinlichkeit das wenig Geld wenig Spaß macht, ist meiner Ansicht nach jedenfalls höher, als das viel Geld immer und überall und von jedem gezielt als Waffe eingesetzt wird. Heute wird es von der Masse der Wohlhabenden zum profanen Konsum eingesetzt, der kurzfristig Glückshormone ausschütten soll - Kinderkacke, sicherlich. Geld macht nicht glücklich, wenn man es auf anderen Wege nicht fertigbringt. Kein Geld macht aber kaum glücklicher oder sicherer. Man darf Geld auch ruhig mit einem gewissen Freiheitsgedanken verbinden. Das ist nicht verboten und muss auch kein schlechtes Gewissen verursachen.

Für manche Menschen ist Freiheit SEHR wichtig, Unabhängigkeit, Zwanglosigkeit. Unter den zur Zeit vorherrschenden Spielregeln, würden sie sich keinen Gefallen tun, die Energie des Geldes völlig auszublenden.

Ich brauche keine Reichtümer, nur immer soviel von dem Zeugs in der Tasche, dass ich mir meine bescheidenen Freiheiten finanzieren kann. Was hat das mit Selbstverteidigung oder auch Agressivität zu tun?

Das Leben ist FÜLLE, VITALITÄT und KRAFT! DAS ist mal sicher in diesem Universum.

Natürlich ist mir klar, worauf die beiden hinauswollen (Tash und Seth :Handkicker:). Ist ja auch okay und richtig. Aber bitte lasst uns deswegen nicht wieder so einen undifferenzierten Geldverteufelungssthread daraus machen, wie es manche Esoteriker so gerne tun. Damit wäre nämlich auch niemanden geholfen. Entspannt bleiben. 8)

Meine 5 Cent

Foggy, damit hast du mir voll aus der Seele gesprochen! :Knutscher:
Darum hab ich es einfach komplett nochmal zitiert. :P

Bin schon gespannt, was Tash uns noch so zu dem Thema bringt! :rolla:
Geld ist eines meiner Lieblingsthemen. :a020:

Geld sehr mögender
Yeti
Organisiert eure Wirklichkeit nach eurer Stärke, organisiert eure Wirklichkeit nach eurem Sinn für das Spielerische, nach euren Träumen, nach eurer Freude, nach euren Hoffnungen - und dann könnt ihr denen helfen, die ihre Wirklichkeit nach ihren Ängsten organisieren. Seth April 1977
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#9
Liebe Tash!

Mich würde neben den drei kurzgreifenden Punkten ("...") noch interessieren, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, warum das Zitat wohl in den gelöschten Sitzungen gelandet ist.

Geld sehe ich als reines Zahlungsmittel, d.h. es soll den Güter- und Dienstleistungsverkehr vereinfachen, damit wir uns nicht streiten müssen, ob 4 Gurken genau so viel Wert sind wie 8 Tomaten oder ein Pfund Honig.

Geld ist daher nichts weiter als die konsequente Fortentwicklung des sehr wichtigen Tauschhandels, das "Schmiermittel" der Wirtschaft, die eine ständige Umverteilung zur Folge hat. Der Grundgedanke, der dem Tauschhandel zugrunde liegt, ist das Geben und Nehmen, das Fortgeben von Überzähligem, nicht mehr Benötigtem, um andere, fehlende Dinge zu erhalten, die individuell dringender benötigt werden.

Seth betont doch, dass jeder das tun sollte, was ihm am meisten Spaß macht. In der Regel wird es das sein, wozu jemand besondere Talente hat. Wenn nun einer sehr musikalisch oder künstlerisch begabt ist, und ihm eben das am meisten Spaß macht, dann wird er nicht hoch talentierter Bauer, oder Maschinenbauer, sondern hungriger Schlucker, wenn es ihm nicht gelingt, seine Werke an einen reichen Bauern gegen Lebensmittel zu tauschen. Aus meiner Sicht ist daher der punktuelle Überfluß schon einkalkuliert, der auch nicht weiter schlimm ist, weil er die Tendenz hat, sich auszugleichen. Geld hat eben auch eine Wertaufbewahrungsfunktion, und da fangen die Probleme an: wenn es nicht mehr fließen kann, sondern ziellos gehortet wird. Hier besteht Lernbedarf, der langsam dringend wird.

LG
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#10
(27.08.2013, 03:47)Lane schrieb: Nein, es greift nicht zu kurz.

Doch! Wie du siehst.

Kennst du die Geschichte von dem Mann auf der Kiste?

Stelle dich irgendwo vor irgendeinem Publikum auf eine Kiste, schreie "GELD" in die Runde, und schon gehts los. Alle schauen gebannt auf den Mann auf der Kiste. Er hat "GELD" gerufen. Was kommt jetzt, denken sie sich und warten gespannt darauf, was er noch zu sagen hat, der Mann auf der Kiste. Sie hängen ihm an den Lippen.

Viele ängstliche Gesichter sind zu sehen. Es sind jene, die Angst haben, es könnte ihnen jetzt ans Portmonaie gehen. Sie wissen: Geld - immer will jemand an mein Geld. Wer ist der Mann? Was will er von mir? Sollte ich lieber die Beine in die Hand nehmen und schnell abhauen?

Andere, jedoch sehr wenige, schauen beinahe schon sabbernd auf den Mann auf der Kiste. Er hat "GELD" gerufen. Er hat sich deswegen extra auf eine Kiste gestellt. Bestimmt wird er ihnen jetzt gleich einen Trick oder Dreh verraten, wie sie an noch mehr Geld gelangen. Vielleicht greift er gleich sogar in die Taschen, und wirft Geldcheine in die Luft. Sie wissen: Nutze jede Chance. Ich rühre mich nicht vom Fleck, bis ich herauskriege, wie der Mann mir helfen kann, an noch mehr Geld zu gelangen.

Die Geschichte hat keine Moral. Der Mann steigt wortlos von seiner Kiste herunter, bahnt sich seinen Weg durch die verblüfften Massen und verschwindet leise.

Um die verwaiste Kiste herum aber will sich der Pulk einfach nicht auflösen. Bis in die Nacht hinein diskutieren die Leute über das, was der Mann auf der Kiste gesagt hatte. "Geld" hat er gesagt.

Wundert dich wirklich, dass auch hier sofort eine Diskussion beginnt? Der tote Mann hat "GELD" gesagt Lane!

Zitat:Geld ist nicht das eigentliche Thema dieser Passage.

Das weiß ich Lane. Ist mir klar.

Zitat:Geld ist nur ein Mittel von vielen, Barrieren aufzusetzen. Mit Geld kannst Du Barrieren gegen Teile von Dir selbst aufrichten. Und Barrieren gegen Deine Mitmenschen. Es gibt aber auch andere Mittel zur Aufrichtung von Barrieren.

Ich habe nichts dagegen, wenn wir uns jetzt dann auch über mein anfängliches Geld, weiter zu deinen Barrieren zum eigentlichen Thema weiter vorantasten.

Sei nicht immer so Zitatenstreng Meister Lane. Das empfinde ich manchmal auch als Barriere. Lass es fließen, wir kommen schon noch zum Punkt. Und ohne dich sowieso nicht.

Weitermachen!
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#11
Foggy schrieb:Ich würde es begrüßen, wenn wir diese Thematik in dem gebührend größeren Zusammenhang mal beleuchten würden.

Das würde ich nicht nur ebenfalls begrüßen, das werde ich einfach mal tun :mrgreen:
Zu dem unvermeidlichen größeren Zusammenhang wie auch zu den persönlichen Implikationen die das Thema für mich hatte und hat, werde ich später (und vielleicht andernorts) kommen, hier und jetzt liefere ich euch nur (?) mal den fraglichen Kontext, in dem diese Aussage entstanden ist.

Ich merke gerade, dass ich einiges an Kreativität brauchen werde, um von besagtem Kontext einerseits genug auszuwählen um die spezielle Thematik aufzuzeigen, die Seth hier im Sinn hatte, andererseits aber genug davon wegzulassen, um das Thema noch halbwegs überschaubar zu halten. Die Zusammenhänge und Implikationen sind so vielschichtig und so schwer von einander zu trennen, dass die Auswahl kein Kinderspiel ist. :roll:

Spiel und Kreativität sind dann allerdings gleich auch zwei von den ganz wesentlichen Faktoren der Thematik, auch wenn sie nach herkömmlichen Begriffen mit Geld und Selbstverteidigung nicht viel zu tun haben - was übrigens genau der Umstand ist, der Seths Aussage überhaupt erst ausgelöst hat.


In einem groben Überblick lässt sich sagen, dass es beim Kontext des Zitats um den Zusammenprall alter und neuer Weltbilder geht, um Kreativität, Wirtschaftlichkeit und den hartnäckigen Glauben an ein nicht sicheres Universum, sowie die Methoden, mit denen man sich unwillkürlich dagegen zu verteidigen sucht. In diesem Fall um Janes und Robs Methoden, in denen man sich (ich zumindest) aber leicht wiedererkennen kann, wenn auch in individuellen Varianten und Intensitäten.

Nachdem ich nicht davon ausgehen kann, dass jeder hier mit den privaten Belangen der Butts vertraut ist (soweit halt der Allgemeinheit im Rahmen des öffentlichen Materials und besonders der "Deleted Sessions" überhaupt Einblick in diese Belange und Umstände gewährt wurde), stellt die Beschreibung des Kontexts mich vor eine weitere Herausforderung. :rolla:
Ich habe jetzt kurzerhand beschlossen "die Vorgeschichte" mit meinen eigenen Worten wiederzugeben, einerseits um die Angehörigen des unsicheren Universums nicht durch seitenlange Auszüge privater Sitzungen mit Verletzungen des Copyrights zu brüskieren, soweit es mich angeht aber ausschließlich deshalb, weil ich gerade wenig Lust habe, besagte seitenlange Zitate ins Deutsche zu übersetzen :-P (Nicht dass ich an deinen Englischkenntnissen zweifeln würde, Foggy - aber es soll ja ein öffentlicher Thread bleiben, dem auch rein deutschsprachige User folgen können, so es sie denn interessiert...)




Wir schreiben das Jahr 1975. Die Butts waren gerade erst vor wenigen Monaten in ihr eigenes Haus gezogen und hatten sich damit einen Wunsch erfüllt, den sie über sehr viele Jahre mit sich herumgetragen, aber nicht eher zu verwirklichen gewagt hatten. Janes körperlicher Zustand war trotz jahrelanger Bemühungen um Besserung alles andere als rosig.
Die Ausführungen zu Janes Symptomen füllen Bücher und ich kann und will die Entstehung und den Verlauf dieser Geschichte hier nicht darstellen, nicht einmal skizzieren, sondern lediglich festhalten, dass die Beiden bald nach ihrem Umzug mit Seths Hilfe einen neuerlichen Anlauf unternahmen um Janes äußerst eingeschränkte körperliche Beweglichkeit zu verbessern. Ein Anlauf, der diesmal aus diversen Gründen deutlichere Wirkung zeigte als die meisten bisherigen.
Janes Fortschritte und Seths Prognosen waren gut (auch wenn sie noch weit davon entfernt war, wieder normal gehen zu können), aber nach einigen Wochen gemeinsamen "Genesungsprogramms" bekam Rob plötzlich Probleme mit dem Magen. So sehr, dass er den gemeinsamen Teil des Programms einstellte und sich stattdessen an die Ursachenforschung für seine eigenen Beschwerden machte.
In deren Zuge stellte er (mit Hilfe des Pendels) u.a. fest, dass er sich schuldig fühlte wegen der Zeit, die er mit Malen verbrachte, wenn er an Seths Buch arbeiten sollte, denn die Malerei brachte kein Geld ein. Trotzdem er sich sagte, dass diese Einstellung lächerlich sei (und trotz weiteren täglichen "Sitzungen" mit seinem Pendel) verbesserte sich sein Zustand nicht. Als er schließlich Jane (erstmals? :rolla: ) davon erzählte, hielt diese umgehend eine private Sitzung für ihn ab.

Das mit dem (von mir zitierten) sicheren Universum waren in dieser Sitzung vom 20. September die ersten zwei Sätze von Seth, das mit dem (von mir mit-zitierten) Geld zur Selbstverteidigung äußerte er später (in der selben Sitzung). Den Kontext (zumindest den für das Zitat wesentlichen Kontext) bilden Seths Erläuterungen über die Ursache von Robs Magenbeschwerden, deshalb meine kleine handgestrickte Vorgeschichte.


Seth wies Rob darauf hin, dass dessen Beschwerden just in dem Moment begonnen hatten, in dem Jane anfing, beständige Anzeichen einer Besserung zu zeigen und dass ihre Symptome zu einem gewissen Grad dazu dienten, ihnen die unsichere Welt vom Leib zu halten. Dass, während dies Janes private Konstruktion sei, er, Rob, aber entgegen seiner bewusster Proteste ebenfalls Vorteil daraus gezogen habe ("- though of course to a lesser extent by far than they served Ruburt’s purposes.")

Seth sagte weiters, dass Janes Symptome, so erschreckend sie auch seien, ihr und Rob doch einen beständigen, verlässlichen Rahmen geboten hätten, der nun Anstalten mache zusammenzubrechen und nicht länger verlässlich sei.
Laut Seth waren Robs Beschwerden eine Reaktion auf diese Veränderung des Status Quo, die in Rob erneut und dringlich die Frage aufgeworfen habe, wie sicher das Universum denn nun tatsächlich sei. Seth sagte, Rob würde fühlen dass, wenn Jane wieder spontan sein könnte (und damit für Ablenkungen von ihrer Arbeit "anfälliger" würde), er (Rob) in der Lage sein müsse mit seiner Malerei Geld zu verdienen, denn Jane würde dann eventuell nicht mehr ausreichend Zeit bei ihrer Arbeit verbringen.
Im direkten Anschluss daran sagte er:

Zitat:This may sound silly intellectually. …
When that status quo shows signs of changing, you become disturbed. You stop the suggestions. In your society money is like a weapon that you need to protect yourself. You cannot equivocate (to me, forcefully). You must completely accept the fact that you do indeed dwell in a safe universe - one in which you are free to develop, say, your painting abilities to the fullest, without fearing that that development will dull the weapon that brings you money.

Verstandesmäßig mag das blöd klingen. …
Wenn dieser Status Quo Anzeichen einer Veränderung zeigt, wirst du unruhig. Du hörst mit den Suggestionen [des oben erwähnten gemeinsamen "Gnesungsprogramms"] auf. In eurer Gesellschaft ist Geld wie eine Waffe die ihr benötigt um euch zu beschützen. Du kannst nicht zweideutig sein. Du musst die Tatsache vollständig akzeptieren, dass du tatsächlich in einem sicheren Universum lebst - einem in dem du frei bist deine, sagen wir, Mal-Fähigkeiten in vollen Zügen zu entwickeln, ohne [dabei] zu befürchten, dass diese Entwicklung die Waffe abstumpfen wird, die dir Geld bringt.


Soweit der engere Kontext des Zitats, der sich eher auf einen Selbstschutz durch Krankheit bezieht als auf den Schutz durch Geld. In beiden Fällen aber wäre dieses Bedürfnis nach Selbstverteidigung gar nicht gegeben, akzeptierte man verstandes- und gefühlsmäßig die Tatsache, in einem sicheren Universum zu leben. Die Aussage geht also eindeutig in die Richtung, die Foggy schon aufgegriffen hat - nämlich zu unserer Einstellung zu einem sicheren Universum - und das mit unserer (oder unserer Gesellschaft) Einstellung zu Geld ist eher eine Randerscheinung dieser Thematik als das eigentliche Thema.

Nun könntet ihr berechtigt fragen, warum ich denn dann Seths Aussage über die Funktion des Geldes in unserer Gesellschaft so isoliert herausgestellt und nicht gleich einen Thread mit dem Titel "Das sichere Universum" losgetreten habe.

Dafür hatte ich gleich mehrere Gründe. Zunächst wollte ich mit dem Post eine Erinnerung für mich selbst ins Forum werfen, weil in den Sitzungen rund um diese Aussage herum sehr viel drinsteckt, was ich gedanklich für mich durchsortieren will - zur Not auch für mich bzw. mit mir allein. Ich nutze das Forum, speziell die Rubrik "Zitat der Woche" gerne und öfter mal für derartige, gänzlich egoistische Zwecke ^^
Dann hatte ich gestern Früh nicht genug Zeit für ein umfangreicheres Zitat oder zum Herausschreiben des Kontexts und außerdem wollte ich auch erst mal sehen, ob das Thema für euch überhaupt von Interesse ist, denn falls niemand darauf angesprungen wäre, hätte ich mir die Tippslerei und euch die ganze Abhandlung erspart. (Insofern war es also wirklich der Köder, als den Foggy es schon entlarvt hat, wenn er es auch nicht ganz so direkt formuliert hat :cool: )

Es gab für mich aber noch einen anderen Grund für dieses zusammengestückelte Zitat und den Titel dieses Threads, der komplett eigentlich "Ökönomie und Selbstverteidigung" hätte lauten müssen (womit wir erst recht wieder beim Geld gelandet sind :mrgreen: ) :
Seths geht in diesen "Drum-Herum-Sitzungen" in seinen Ausführungen weit über das hinaus, was unsere Gesellschaft als ökonomisch ansieht, ja sogar weit über das hinaus, was wir als diejenigen (wenigen) Menschen darunter verstehen, die vom Seth’schen Weltbild schon mehr oder weniger beeinflusst sind.
Seine Aussagen dazu sind wieder mal schlichtweg genial und ich spielte mit dem Gedanken, sie auf die eine oder andere Weise im Forum zur Sprache zu bringen, auch wenn sie vielleicht nicht allen hier ganz neu sein dürften. Neu wäre aber ihre Betrachtungsweise im Zusammenhang mit Selbstverteidigung und einem sicheren Universum, und ich halte das für ein dankbares Thema, das ich gern mal näher betrachten würde.

Leider habe ich in der Spontaneität des Ausgangsbeitrags nicht berücksichtigt, über wie viele Posts uns all diese Aussagen die ich dabei ursprünglich im Hinterkopf hatte zwangsläufig führen würden, und wäre ich gestern schon ganz sicher gewesen, dass zumindest einer von euch nach dem Kontext dieser gestückelten Aussage fragt (ja, Foggy, ich hätte nicht an dir zweifeln sollen :Verlegen: :groehl ) dann wäre ich dabei wahrscheinlich etwas überlegter vorgegangen oder hätte lieber doch den Titel mit dem sicheren Universum vorgezogen, der kaum jemanden hinterm Ofen hervorgelockt hätte. :cool:

Anyway. Die Suppe ist angerichtet. Schau ma mal, wie weit ich sie auslöffeln will. Im Moment hab ich das Gefühl mehr abgebissen zu haben als ich kauen kann :mrgreen:
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#12
Zitat:Du kannst nicht zweideutig sein.
Meint Seth vielleicht "widersprüchlich" oder "ambivalent"? "Zweideutig" sind oft sexuelle Anspielungen, und dann gäbe es noch "doppeldeutig".

Ich warte einstweilen noch ab, was Du da noch so zusammenköchelst...
[Bild: smilie_essen_146.gif]

Foggy schrieb:Sei nicht immer so zitatenstreng, Meister Lane. Das empfinde ich manchmal auch als Barriere. Lass es fließen, wir kommen schon noch zum Punkt.
Genau, das fließt schon... :Handkicker:
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#13
Der Glaube an "mein sicheres Universum", an ein Universum, das laut Seth 'guter Absicht voll ist', diese Daseinsform der Hingabe macht Selbstverteidigungs-Spiele mittels Geld oder anderem überflüssig.
Ebenso die wachsende Erkenntnis, dass Geld ein göttliches Bewußtseinselement ist, wie ich auch. Was ich in dieses Bewußtseinselement hineinprojiziere gemäß meiner GS dieses betreffend, zeigen mir meine Erfahrungen mit Geld. Ist es mir ein Fluch oder ein Segen? Ist es nur ein Zahlungsmittel? (Apis)

Ich habe mir angewöhnt Geld als fantastischen Segen zu betrachten, ich habe mir angewöhnt es zu berühren, so von innen her und das Magisch-Logische dabei ist, es spricht darauf an - wie jede Bewußtseinsform, die man auf diese Weise berührt. Das tut so was von gut und macht wunderbar frei für viele spontane Aktionen.

Ich mag meine Überzeugung, dass Geld wie jedes andere Bewußtseinselement in unserem irdischen System es einfach mag, wenn man seine großzügige Anwesenheit schätzt und genießt. Dann und nur dann ist es meiner Erfahrung nach ein großartiges Medium,
das viele unserer Träume enthusiastisch begleitet und unser Herz weit macht für das Empfangen und das Geben im Spiel des Lebens.

Kim
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#14
@ Tash :-))
Wie schön, mal wieder einen original Tash zu lesen. Unabhängig von meiner, bis zu einem gewissen Grad vorhandenen Voreingenommenheit durch Sympathie (nur allzu menschlich), liebe ich es deine Texte zu lesen. Weswegen es mich auch zusätzlich nur um so mehr freut, dass du mit eigenen Worten die Situation rekapitulierst. Gute Entscheidung. Damit beleuchtest du das Material (wie gewohnt sehr gekonnt natürlich) mit einem leicht anderem Licht (inklusive des veränderten Schattenwurfs). Diese Lichtveränderungen bringen dann naturgemäß Dinge zu Tage, die man mit dem ursprünglichen Lichtsetting oftmals gerne übersieht. Nicht zuletzt deswegen hat dein Materie-Thread ja auch so viele Fans.

Zitat:Soweit der engere Kontext des Zitats, der sich eher auf einen Selbstschutz durch Krankheit bezieht als auf den Schutz durch Geld. In beiden Fällen aber wäre dieses Bedürfnis nach Selbstverteidigung gar nicht gegeben, akzeptierte man verstandes- und gefühlsmäßig die Tatsache, in einem sicheren Universum zu leben. Die Aussage geht also eindeutig in die Richtung, die Foggy schon aufgegriffen hat - nämlich zu unserer Einstellung zu einem sicheren Universum - und das mit unserer (oder unserer Gesellschaft) Einstellung zu Geld ist eher eine Randerscheinung dieser Thematik als das eigentliche Thema.

Randerscheinung ist gut. Krankheit/Gesundheit und Geld sind aber verdammt starke Erscheinungen in unserer Gesellschaftsordnung. Weswegen sie ja auch so gut als Brücke in die »unbekannten Realitäten« taugen. Jeder ist davon infiziert und damit identifiziert. Gerade diese beiden Aspekte unseres momentanen Seins, die uns allen so wohl vertraut sind und mit denen wir alle so unsere leid- wie auch freudvollen Erfahrungen gemacht haben und machen, sind es in ihrer empfindlichen Wankelmütigkeit doch, die so sehr am sicheren Universum zweifeln lassen.

Zitat:Nun könntet ihr berechtigt fragen, warum ich denn dann Seths Aussage über die Funktion des Geldes in unserer Gesellschaft so isoliert herausgestellt und nicht gleich einen Thread mit dem Titel "Das sichere Universum" losgetreten habe. Dafür hatte ich gleich mehrere Gründe. Zunächst wollte ich mit dem Post eine Erinnerung für mich selbst ins Forum werfen, weil in den Sitzungen rund um diese Aussage herum sehr viel drinsteckt, was ich gedanklich für mich durchsortieren will - zur Not auch für mich bzw. mit mir allein. Ich nutze das Forum, speziell die Rubrik "Zitat der Woche" gerne und öfter mal für derartige, gänzlich egoistische Zwecke ^^

Pfui. Immer dieser Egoismus. Na gut, aus ebenso egoistischen Motiven heraus, bestehe ich dann aber auch darauf, dass du die angesprochenen Gründe und das Potential dieser Sitzungen näher ansprichst. Nein, das dröselst du nicht für für dich allein im stillen Kämmerlein aus. Das kannst du jetzt vergessen. Soooo egoistisch wäre ja nicht mal ich, meine Güte. Dass muss aufhören Tash. Sowohl du als auch das Forum hatten ihre (verdienten) Pausen. Es wird allmählich wirklich mal wieder Zeit den sicheren Hafen zu verlassen, die Seghel zu hissen und zu einer neuen Reise aufzubrechen. Also ab in die Wanten. Kurs auf die Erwartungsinseln.

Zitat:Leider habe ich in der Spontaneität des Ausgangsbeitrags nicht berücksichtigt, über wie viele Posts uns all diese Aussagen die ich dabei ursprünglich im Hinterkopf hatte zwangsläufig führen würden, und wäre ich gestern schon ganz sicher gewesen, dass zumindest einer von euch nach dem Kontext dieser gestückelten Aussage fragt (ja, Foggy, ich hätte nicht an dir zweifeln sollen   ) dann wäre ich dabei wahrscheinlich etwas überlegter vorgegangen oder hätte lieber doch den Titel mit dem sicheren Universum vorgezogen, der kaum jemanden hinterm Ofen hervorgelockt hätte.

Das man an mir zweifelt nehme ich niemanden übel. Das ist bis zu einem gewissen Grad sogar willkommen. Verblüffend finde ich nur, das mich ein Titel »Sicheres Universum« ebenso vor den Ofen hervorgelockt hätte. Das sei dir mal sicher. Ein verdammt schönes, sehr erbauendes Thema nämlich. Nein, eigentlich nicht verblüffend. Es hängt meiner Meinung nach eben viel zu sehr mit deinen »Randerscheinungen« Geld und Gesundheit zusammen.

Erzähl mal jemanden von der Straße, das Universum sei sicher. Sie werden dir den Vogel zeigen und sagen: »Ach ja? Was laberst du für einen Scheiß. Esoterik ist, wenn Zellulite ins Hirn wandert, oder wie? Gestern hatte ich noch einen guten Job. Heute habe ich ihn nicht mehr. Soll ich dir mal meine Kontoauszüge zeigen? Dann wirst du sehen, wie mich meine Hypotheken in deinem dämlichen, sicheren Universum erdrücken, mir schier die Luft zum atmen nehmen. Meine Frau ist davon auch schon ganz krank geworden.«

Ich will wissen, was und wie ich solchen Einwürfen am besten begegnen kann. Ich selbst hatte meine Erlebnisse mit dem sicheren Universum, für mich ist das Fakt. Und dank des Materials, kann ich das für meine Zwecke schon reichlich gut einordnen. Nur ist es leider so schwer in verständliche Worte zu packen, dieses sichere, so geile, so mächtige Gefühl. Obendrein bin ich gespannt, was ihr dazu noch ausgräbt, wie dieses Thema dadurch in seinen Dimensionen wächst und was ich persönlich noch gar nicht zu sehen bekommen habe.

Weiter gehts Sweetie ... :mrgreen:

:Totlacher:
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#15
(27.08.2013, 15:11)Apis schrieb:
Foggy schrieb:Sei nicht immer so zitatenstreng, Meister Lane. Das empfinde ich manchmal auch als Barriere. Lass es fließen, wir kommen schon noch zum Punkt.
Genau, das fließt schon... :Handkicker:

Ja, ich lasse es fließen. Solche Dinge sind bei mir allerdings spontan. Nur als Info.


LG

Lane
Ich bin ein Erzieher und ich war es in verschiedener Hinsicht während vielleicht mehr Jahrhunderten als mir zuzugeben lieb ist und ich glaube nicht daran, einfache Lösungen anzubieten, denn sie sind wertlos. Die direkte Erfahrung bei diesem Vorgehen wird in der Tat deine eigene sein und weil es deine eigene ist, wird sie Früchte tragen.
DfS 4, Sitzung 162

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#16
(27.08.2013, 19:37)Lane schrieb: Ja, ich lasse es fließen. Solche Dinge sind bei mir allerdings spontan. Nur als Info.


LG

Lane

Kannst du dich noch an unser gemeinsames Erlebnis auf dem Parkplatz vor der Industriebrache erinnern? Klaut der Hund mir einfach den Wagen. Cool. 8)

Seitdem passt eh nix mehr zwischen uns. Und wenn ich eine Barriere sehe, dann habe ich sie mir selber hingestellt. Letztendlich hast du es schwerer mit mir und ähnlichen Ignoranten, als ich mit dir Kumpel. Ist schon alles richtig so!

Würdest du jetzt bitte weitermachen ... :dodgy:
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#17
Foggy schrieb:
Tash schrieb:Soweit der engere Kontext des Zitats, der sich eher auf einen Selbstschutz durch Krankheit bezieht als auf den Schutz durch Geld. In beiden Fällen aber wäre dieses Bedürfnis nach Selbstverteidigung gar nicht gegeben, akzeptierte man verstandes- und gefühlsmäßig die Tatsache, in einem sicheren Universum zu leben. Die Aussage geht also eindeutig in die Richtung, die Foggy schon aufgegriffen hat - nämlich zu unserer Einstellung zu einem sicheren Universum - und das mit unserer (oder unserer Gesellschaft) Einstellung zu Geld ist eher eine Randerscheinung dieser Thematik als das eigentliche Thema.

Randerscheinung ist gut. Krankheit/Gesundheit und Geld sind aber verdammt starke Erscheinungen in unserer Gesellschaftsordnung. Weswegen sie ja auch so gut als Brücke in die »unbekannten Realitäten« taugen. Jeder ist davon infiziert und damit identifiziert. Gerade diese beiden Aspekte unseres momentanen Seins, die uns allen so wohl vertraut sind und mit denen wir alle so unsere leid- wie auch freudvollen Erfahrungen gemacht haben und machen, sind es in ihrer empfindlichen Wankelmütigkeit doch, die so sehr am sicheren Universum zweifeln lassen.

Das sehe ich genau wie du. Jemand der seine Gesundheit und seine Finanzen voll im Griff hat, hat die Quelle der elementarsten Ängste des Menschen zum Versiegen gebracht. Und deshalb werden Gesundheit und Geld - zumindest in Zivilisationen wie der unseren - immer die Themen sein und bleiben, die die Menschen am stärksten beschäftigen und antreiben. Neben allem anderen, das in irgendeiner Art und Weise Angst auslöst. Niemand fürchtet sich gerne, das ist eine der wirklich ganz großen Gemeinsamkeiten der Menschheit.

Der Punkt ist aber doch der: sobald man in irgendeinem Ausmaß Furcht in sich spürt, sucht man nach Schutz. Ich glaube nicht, dass es Ausnahmen von dieser Reaktion gibt. Die Arten der Selbstverteidigung sind dann natürlich individuell verschieden. Der eine schützt sich durch Angriff, der andere durch Flucht. Tiere stellen sich manchmal tot und Menschen machen das in übertragenem Sinn oft genug ebenso.

Auch Geld kann zur Selbstverteidigung in völlig konträrer Weise verwendet werden. Der Mangel an Geld ist manchmal kein geringerer Schutz des Menschen als ein Überfluss an Geld. Wenn man nichts hat, kann einem nichts weggenommen werden. Welche Variante man (bewusst oder unterbewusst) wählt, hängt allein davon ab, wovor man sich stärker fürchtet. Davor arm zu sein oder davor, bestohlen zu werden.
Bei der Gesundheit ist es nicht anders. Krankheit als Selbstverteidigung ist eines der populärsten Mittel zum Zweck.

Deshalb bezeichne ich Gesundheit und Geld als Randerscheinungen des Themas, denn sie sind einfach nur die Bereiche, die in unserer Zivilisation neben unzähligen anderen Themen am häufigsten (und vielleicht auch am intensivsten) Angstgefühle auslösen und damit das Bedürfnis nach Schutz/Verteidigung als durch und durch natürliche Reaktion wecken.
Mit der Angst fängt alles Unbill an. Jedem einzelnen "Fluch unserer Zivilisation", jeder einzelnen Gewalttat, jedem Unglück und jedem "Verbrechen" liegt Angst zugrunde.
Und deshalb ist und bleibt die Frage nach dem sicheren Universum DAS Thema der Menschheit überhaupt. Das ist mal eine der ganz, ganz großen Schlussfolgerungen, die ich für mich aus den besagten Sitzungen ziehe.

Zitat:Pfui. Immer dieser Egoismus. Na gut, aus ebenso egoistischen Motiven heraus, bestehe ich dann aber auch darauf, dass du die angesprochenen Gründe und das Potential dieser Sitzungen näher ansprichst. Nein, das dröselst du nicht für dich allein im stillen Kämmerlein aus. Das kannst du jetzt vergessen. Soooo egoistisch wäre ja nicht mal ich, meine Güte.
Nein? Dann hast du noch einiges zu lernen in diesem Leben :mrgreen:

Zitat:Dass muss aufhören Tash. Sowohl du als auch das Forum hatten ihre (verdienten) Pausen. Es wird allmählich wirklich mal wieder Zeit den sicheren Hafen zu verlassen, die Segel zu hissen und zu einer neuen Reise aufzubrechen. Also ab in die Wanten. Kurs auf die Erwartungsinseln.

Mit dir jederzeit. Aber ich wüsste vorher doch ganz gern den Namen der speziellen Erwartung/Insel, auf die wir Kurs nehmen wollen ^^

Zitat:Das man an mir zweifelt nehme ich niemanden übel. Das ist bis zu einem gewissen Grad sogar willkommen. Verblüffend finde ich nur, das mich ein Titel »Sicheres Universum« ebenso vor den Ofen hervorgelockt hätte. Das sei dir mal sicher. Ein verdammt schönes, sehr erbauendes Thema nämlich. Nein, eigentlich nicht verblüffend. Es hängt meiner Meinung nach eben viel zu sehr mit deinen »Randerscheinungen« Geld und Gesundheit zusammen.

Wie schön wir da wieder mal einer Meinung sind :D

Ich werde in diesem Thread hier ohnehin bei der wirtschaftlichen Seite des sicheren Universums bleiben, weil dazu gibt es für mich noch einiges zu sortieren. Und man kann sich dem sicheren Universum schließlich von allen Seiten, Ecken und Enden näheren, warum also nicht von der monetären Seite?

Zitat:Erzähl mal jemanden von der Straße, das Universum sei sicher. Sie werden dir den Vogel zeigen und sagen: »Ach ja? Was laberst du für einen Scheiß. Esoterik ist, wenn Zellulite ins Hirn wandert, oder wie? Gestern hatte ich noch einen guten Job. Heute habe ich ihn nicht mehr. Soll ich dir mal meine Kontoauszüge zeigen? Dann wirst du sehen, wie mich meine Hypotheken in deinem dämlichen, sicheren Universum erdrücken, mir schier die Luft zum atmen nehmen. Meine Frau ist davon auch schon ganz krank geworden.«

Ich will wissen, was und wie ich solchen Einwürfen am besten begegnen kann.

:shock: Ernsthaft?

Ich mach dir einen Vorschlag: ehe wir das dem Mann auf der Straße erzählen, erzählen wir es doch (noch)mal den Anhängern des Seth’schen Weltbildes in diesem Universum hier. Ich traue mich wetten, dass selbst für die längst noch nicht alle Fragen dazu geklärt sind. ^^

Zitat:Ich selbst hatte meine Erlebnisse mit dem sicheren Universum, für mich ist das Fakt. Und dank des Materials, kann ich das für meine Zwecke schon reichlich gut einordnen. Nur ist es leider so schwer in verständliche Worte zu packen, dieses sichere, so geile, so mächtige Gefühl.

Wahre Worte. :rolla:

Wobei das Problem für mich weniger bei der schwierigen Verständlichkeit sondern der schieren Masse der Worte liegt, die zu dem Thema zu sagen sind.


Zitat:Obendrein bin ich gespannt, was ihr dazu noch ausgräbt, wie dieses Thema dadurch in seinen Dimensionen wächst und was ich persönlich noch gar nicht zu sehen bekommen habe.

Weiter gehts Sweetie ... :mrgreen:
:Totlacher:

Was gibt’s denn da zum Totlachen, häää?

Ich bin mir durchaus bewusst, dass bei mir die leichtsinnigsten Wünsche immer am schnellsten erfüllt werden :cool:

:groehl
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#18
Apis schrieb:Mich würde neben den drei kurzgreifenden Punkten ("...") noch interessieren, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, warum das Zitat wohl in den gelöschten Sitzungen gelandet ist.

Einerseits wegen der privaten Natur des Kontexts.

Andererseits deshalb, weil seit dem Ende der frühen Sitzungen ALLES (naja, leider nur FAST alles) von Seths Durchgaben dort gelandet ist, was nicht dezidiert für das jeweilige diktierte Buch bestimmt war.


(27.08.2013, 15:11)Apis schrieb:
Zitat:Du kannst nicht zweideutig sein.
Meint Seth vielleicht "widersprüchlich" oder "ambivalent"? "Zweideutig" sind oft sexuelle Anspielungen, und dann gäbe es noch "doppeldeutig".

Meiner Auffassung nach meint er ambivalent. Auch wenn die "offizielle" Übersetzung von equivocate "zweideutig reden" ist.
Seth benutz (zumindest in diesen speziellen Sitzungen) das Wort equivocate im Zusammenhang mit dem sicheren Universum häufiger. In diesen Zusammenhängen sagt er auch "You cannot trust yourself and not trust yourself at the same time, without coming into some difficulty."

Zitat:Ich warte einstweilen noch ab, was Du da noch so zusammenköchelst...
[Bild: smilie_essen_146.gif]

Warum?

Wenn alle hier immer nur abwarten was ICH zu sagen habe, kann ich nur Monologe führen.

Da ziehe ich das stille Kämmerlein und meine eigene Gesellschaft vor, denn ich habe zumindest noch reichlich Fragen die ich mir stellen und Gedanken, die ich mir zum Material machen kann. Das ist weit unterhaltsamer als hier Monologe zu führen, das kannst du mir glauben. :zwinker:
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#19
(28.08.2013, 07:22)Tash schrieb: Niemand fürchtet sich gerne, das ist eine der wirklich ganz großen Gemeinsamkeiten der Menschheit.

Da bin ich mir nicht so sicher wie du. Gerade bei meinen Landsleuten (und ich habe genügend Vergleichsmöglichkeiten in petto), scheint da doch oft eine Art masochistische Lust an der Angst durch. Und LUST, also durchaus in einer sexuellen Intensität, ist eine weitere Gemeinsamkeit, der man sich kaum zu entziehen vermag.

Zitat:Der Punkt ist aber doch der: sobald man in irgendeinem Ausmaß Furcht in sich spürt, sucht man nach Schutz. Ich glaube nicht, dass es Ausnahmen von dieser Reaktion gibt.

Nein, gibt es wohl nicht. Es ist ja auch ausnahmsweise mal eine durch und durch vernünftige Reaktion.

Zitat:Die Arten der Selbstverteidigung sind dann natürlich individuell verschieden. Der eine schützt sich durch Angriff, der andere durch Flucht. Tiere stellen sich manchmal tot und Menschen machen das in übertragenem Sinn oft genug ebenso.

Guter Vergleich. So ganz sind uns die Naturinstinkte wohl noch nicht abhanden gekommen.

Zitat:Auch Geld kann zur Selbstverteidigung in völlig konträrer Weise verwendet werden. Der Mangel an Geld ist manchmal kein geringerer Schutz des Menschen als ein Überfluss an Geld. Wenn man nichts hat, kann einem nichts weggenommen werden.

Klar. Das ist eben auch diese Mann-auf-der-Kiste-Sache. Stelle die Menschen vor die Wahl. Offeriere ihnen eine relle Möglichkeit ihr Vermögen zu mehren. Natürlich ist ein gewisses Risiko dabei. Die andere Möglichkeit wäre, sie können ihr Geld einfach behalten. Die weit überwiegende Mehrheit der Leute, würde sich aus Angst etwas zu verlieren für die Variante 2 entscheiden. Nichts tun, kein Risiko eingehen. Zufrieden sein, mit dem was sie haben. Irgendwie. Sie werden nur trotzdem nicht zufrieden zu sein. Eine Chance nicht zu nutzen macht niemanden zufrieden. Am Ende werden die zufriedener sein, die ihre Verlustängste besiegen können und Risiken eingehen. Auch, wenn es manchmal daneben geht.

Zitat:Bei der Gesundheit ist es nicht anders. Krankheit als Selbstverteidigung ist eines der populärsten Mittel zum Zweck.

Dazu kann ich nichts sagen. Ein solches Konzept ist mir völlig fremd.

Zitat:Mit der Angst fängt alles Unbill an. Jedem einzelnen "Fluch unserer Zivilisation", jeder einzelnen Gewalttat, jedem Unglück und jedem "Verbrechen" liegt Angst zugrunde.
Naja, mit der Gewalt bin ich mir da auch noch nicht so sicher. Das ist schwierig. Seth hatte nicht nur einmal erwähnt, dass wir das was wir "BÖSE" nennen, einfach nicht richtig verstehen. Ich glaube, das trifft auch auf den Begriff "Gewalt" zu. Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Grundlage für Gewalt immer nur Angst ist. Wie gesagt, es ist schwierig und darum geht es ja auch gar nicht in diesem Faden.

Zitat:Und deshalb ist und bleibt die Frage nach dem sicheren Universum DAS Thema der Menschheit überhaupt. Das ist mal eine der ganz, ganz großen Schlussfolgerungen, die ich für mich aus den besagten Sitzungen ziehe.

Ich kenne diese Sitzungen nicht. Aber ja, es ist DAS Thema überhaupt.

Zitat:Mit dir jederzeit. Aber ich wüsste vorher doch ganz gern den Namen der speziellen Erwartung/Insel, auf die wir Kurs nehmen wollen ^^

Na na ;) Fragen sind ja selten indiskret. Aber die Antworten können es sein.

Die Erwartungsinseln? Ich erwarte, dass ich nach einer Reise dorthin dem Mann von der Strasse, der ICH SELBST AUCH IMMER NOCH BIN, eine griffige, einleuchtende, nicht zu widersprechende, absolut überzeugende Antwort servieren kann. Mir ist klar Tash, dass das verdammt viel erwartet und wahrscheinlich auch überhaupt nicht möglich ist. Aber andererseits wurde ich in dieser Hinsicht schon von so manchen deiner Postings arg ins Zweifeln gebracht. Wenn es also nur ein bisschen in Richtung dieses Kurses geht, dann haben wir alle dazugewonnen.


Zitat:
Zitat:Erzähl mal jemanden von der Straße, das Universum sei sicher. Sie werden dir den Vogel zeigen und sagen: »Ach ja? Was laberst du für einen Scheiß. Esoterik ist, wenn Zellulite ins Hirn wandert, oder wie? Gestern hatte ich noch einen guten Job. Heute habe ich ihn nicht mehr. Soll ich dir mal meine Kontoauszüge zeigen? Dann wirst du sehen, wie mich meine Hypotheken in deinem dämlichen, sicheren Universum erdrücken, mir schier die Luft zum atmen nehmen. Meine Frau ist davon auch schon ganz krank geworden.«

Ich will wissen, was und wie ich solchen Einwürfen am besten begegnen kann.

:shock: Ernsthaft?

Ja klar ernsthaft. Oder denkst du, es hilft, wenn ich dem Mann von der Straße YCYOR vor den Latz knalle? Wohl kaum. Siehe oben! 8)

Zitat:Ich mach dir einen Vorschlag: ehe wir das dem Mann auf der Straße erzählen, erzählen wir es doch (noch)mal den Anhängern des Seth’schen Weltbildes in diesem Universum hier. Ich traue mich wetten, dass selbst für die längst noch nicht alle Fragen dazu geklärt sind. ^^

Tja, das ist Pech. Ich bin doch nicht bescheuert und wette dagegen :lol: Angst zu verlieren ist eine Sache. Gewissheit eine andere :groehl
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#20
Jetzt, da mir klarer ist, worauf Du hinaus willst, kann ich auch etwas dazu sagen. 8)

(28.08.2013, 07:22)Tash schrieb: Jemand der seine Gesundheit und seine Finanzen voll im Griff hat, hat die Quelle der elementarsten Ängste des Menschen zum Versiegen gebracht. ... Neben allem anderen, das in irgendeiner Art und Weise Angst auslöst. Niemand fürchtet sich gerne, das ist eine der wirklich ganz großen Gemeinsamkeiten der Menschheit.

Doch, man fürchtet sich gerne: "Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen." :mrgreen:

Sollte ich, der seine Gesundheit und seine Finanzen voll im Griff hat, schon keine elementaren Ängste mehr haben? Ich denke ja, da ist momentan seit einigen Jahren ein gutes Gleichgewicht erreicht, das gestört, aber auch wiedererlangt werden kann.

Zitat:Der Punkt ist aber doch der: sobald man in irgendeinem Ausmaß Furcht in sich spürt, sucht man nach Schutz. Ich glaube nicht, dass es Ausnahmen von dieser Reaktion gibt.

Doch, wohl schon. Wie wäre sonst der Erfolg des Horror-Genres zu erklären, der Erfolg der Freizeitparks mit ihren Achter- und Geister[Bild: n045.gif]bahnen, der Erfolg von halloween?

Zitat:Auch Geld kann zur Selbstverteidigung in völlig konträrer Weise verwendet werden. Der Mangel an Geld ist manchmal kein geringerer Schutz des Menschen als ein Überfluss an Geld. Wenn man nichts hat, kann einem nichts weggenommen werden. Welche Variante man (bewusst oder unterbewusst) wählt, hängt allein davon ab, wovor man sich stärker fürchtet. Davor arm zu sein oder davor, bestohlen zu werden.
Bei der Gesundheit ist es nicht anders. Krankheit als Selbstverteidigung ist eines der populärsten Mittel zum Zweck.

Ja, das ist individuell! Das mag sich schon allein im Anlageverhalten zeigen: wer Geld auf dem Konto ansammelt und Miete zahlt, hat mehr Angst, an einen Ort gebunden zu sein, als vor Inflation.

Zitat:Mit der Angst fängt alles Unbill an. Jedem einzelnen "Fluch unserer Zivilisation", jeder einzelnen Gewalttat, jedem Unglück und jedem "Verbrechen" liegt Angst zugrunde.
Und deshalb ist und bleibt die Frage nach dem sicheren Universum DAS Thema der Menschheit überhaupt. Das ist mal eine der ganz, ganz großen Schlussfolgerungen, die ich für mich aus den besagten Sitzungen ziehe.

Das IST eine ganz, ganz große Schlußfolgerung! Ist es nicht so, dass der Mensch - hineingestoßen in die körperliche Welt, inkarniert in seine "Kreatürlichkeit" - sich auf ein Wagnis einlässt, bei dem er urplötzlich etwas zu verlieren hat - seinen Körper?

Das hatte er vor der Inkarnation nicht, und auch nicht hinterher. Damit bleibt das letztlich eine Illusion, weil es auf das Fleisch nicht wirklich ankommt, das ist eine Ebene von vielen, und nicht die bedeutsamste. Sie ist egal, und diese - negativ ausgedrückt - Gleichgültigkeit, jedoch ohne Nihilismus, ist eine weitere Schutz- und Selbstverteidigungsalternative. Sie ist das fortentwickelte Ergebnis, wenn der Mensch eine weitere Perspektive einnimmt und die Gewichtungen in der Bewertung seines Daseins verschiebt. Ich meine, solche oft humorgefärbten Äußerungen auch bei Seth festgestellt zu haben, wenn das Drama von Geburt und Wiedergeburt den Charakter einer göttlichen Komödie annimmt, und man anfängt, seinen Ängsten und Neigungen (setze ich bewusst in Beziehung zueinander) mit Abstand und Humor zu begegnen.

Echte Gelassenheit wird nur erlangt, wenn man sich rundum sicher fühlt.
Dann ist keine Selbstverteidigung mehr nötig.

Ist das dann aber auch erstrebenswert?

Wann ist die Achterbahn denn am schönsten? Doch beim ersten Mal, wenn man noch nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve kommt, [Bild: p010.gif] oder nicht? Wer geht noch in eine Geisterbahn, die sich nicht mehr verändert, in der man jeden Geist schon persönlich kennt und schon die Hand geschüttelt hat?

Lieben Gruß
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#21
Foggy schrieb:
Tash schrieb:Niemand fürchtet sich gerne, das ist eine der wirklich ganz großen Gemeinsamkeiten der Menschheit.

Da bin ich mir nicht so sicher wie du. Gerade bei meinen Landsleuten (und ich habe genügend Vergleichsmöglichkeiten in petto), scheint da doch oft eine Art masochistische Lust an der Angst durch. Und LUST, also durchaus in einer sexuellen Intensität, ist eine weitere Gemeinsamkeit, der man sich kaum zu entziehen vermag.

Ich bin mir da völlig sicher. Eine masochistische Neigung beinhaltet Lust an einer schmerzhaften Empfindung und keine Angst vor ihr! Würde dieser Schmerz der Person Angst machen, wäre der Lustgewinn gleich Null und die Neigung auf der Stelle zum Teufel!

Apis schrieb:Doch, man fürchtet sich gerne: "Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen."

Wie wäre sonst der Erfolg des Horror-Genres zu erklären, der Erfolg der Freizeitparks mit ihren Achter- und Geister bahnen, der Erfolg von halloween?

Auch du, Apis, lässt bei dieser Schlussfolgerung unberücksichtigt, WAS Angst eigentlich ist.

Angst ist die Erwartung von etwas Unangenehmen!

Leute die sich Geisterbahnen und Ähnlichem aussetzen gruseln sich GERNE. Nervenkitzel und Adrenalinschübe sind ihnen nicht UNANGENEHM, sie begrüßen und suchen sie. Menschen hingegen denen diese Gefühle unangenehm sind, setzen sich nicht in Geisterbahnen!

Foggy schrieb:
Tash schrieb:Der Punkt ist aber doch der: sobald man in irgendeinem Ausmaß Furcht in sich spürt, sucht man nach Schutz. Ich glaube nicht, dass es Ausnahmen von dieser Reaktion gibt.

Nein, gibt es wohl nicht. Es ist ja auch ausnahmsweise mal eine durch und durch vernünftige Reaktion.

Es ist eine durch und durch NATÜRLICHE Reaktion. Ein allem Leben inhärenter Instinkt, der Überleben sichert und als solcher ist es eine unwillkürliche Reaktion, der man sich nicht entziehen kann. Auch diejenigen, die Selbstmord verüben, haben diese Reaktion nicht überwunden. Sie suchen Schutz im Tod - Schutz vor einem Leben, das sie zutiefst verstört und ängstigt. Der Selbstmord ist ein Akt der Selbstverteidigung.

Foggy schrieb:
Tash schrieb:Die Arten der Selbstverteidigung sind dann natürlich individuell verschieden. Der eine schützt sich durch Angriff, der andere durch Flucht. Tiere stellen sich manchmal tot und Menschen machen das in übertragenem Sinn oft genug ebenso.

Guter Vergleich. So ganz sind uns die Naturinstinkte wohl noch nicht abhanden gekommen.

Du würdest dich wundern, wie viel davon in uns erhalten ist. :rolla:
Die Probleme entstehen nicht deshalb, weil die Naturinstinkte nicht mehr in uns vorhanden wären, sondern weil sie beim Menschen - bei der speziellen Art von Bewusstsein, die der wahrscheinliche Mensch den wir kennen entwickelt hat - nicht mehr allein das Sagen haben und "unbehelligt" Körper und Leben formen und lenken, sondern sich dem bewussten Geist unterordnen müssen. Anders wäre eine Bewusstseinsform wie wir sie haben gar nicht machbar (und schon gar nicht praktizierbar).
Der Körper muss quasi nach seiner (des bewussten Geistes) Pfeife tanzen, auch dann, wenn das Körperbewusstsein allein es sehr viel besser wüsste.

Foggy schrieb:
Tash schrieb:Bei der Gesundheit ist es nicht anders. Krankheit als Selbstverteidigung ist eines der populärsten Mittel zum Zweck.

Dazu kann ich nichts sagen. Ein solches Konzept ist mir völlig fremd.

Das glaube ich weniger. Du bist damit weit vertrauter als du denkst. Sogar wenn du selbst niemals deine Dilemmas auf körperlicher Ebene zum Ausdruck bringen solltest (und sei es "nur" ha ha völlig unbewusst) - was ich mir schwer vorstellen kann -, siehst du das Konzept überall um dich herum. Janes Symptome sind geradezu ein Paradebeispiel dafür, weil so extrem und radikal in ihrer Methode zum Selbstschutz.

Foggy schrieb:
Tash schrieb:Mit der Angst fängt alles Unbill an. Jedem einzelnen "Fluch unserer Zivilisation", jeder einzelnen Gewalttat, jedem Unglück und jedem "Verbrechen" liegt Angst zugrunde.

Naja, mit der Gewalt bin ich mir da auch noch nicht so sicher. Das ist schwierig. Seth hatte nicht nur einmal erwähnt, dass wir das was wir "BÖSE" nennen, einfach nicht richtig verstehen. Ich glaube, das trifft auch auf den Begriff "Gewalt" zu. Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Grundlage für Gewalt immer nur Angst ist. Wie gesagt, es ist schwierig und darum geht es ja auch gar nicht in diesem Faden.

Ich werde hier auch keine "Beweisführung" darüber anleiern, obwohl ich kurz in Versuchung war. Es spielt, wie du sagst, für diesen Thread keine Rolle.

Foggy schrieb:
Tash schrieb:Und deshalb ist und bleibt die Frage nach dem sicheren Universum DAS Thema der Menschheit überhaupt. Das ist mal eine der ganz, ganz großen Schlussfolgerungen, die ich für mich aus den besagten Sitzungen ziehe.

Ich kenne diese Sitzungen nicht. Aber ja, es ist DAS Thema überhaupt.

Schön dass wir einer Meinung sind :D (Und diese Sitzungen wirst du schon noch kennenlernen, sei dir dessen gewiss :Handkicker: )
Apis schrieb:Das IST eine ganz, ganz große Schlußfolgerung! Ist es nicht so, dass der Mensch - hineingestoßen in die körperliche Welt, inkarniert in seine "Kreatürlichkeit" - sich auf ein Wagnis einlässt, bei dem er urplötzlich etwas zu verlieren hat - seinen Körper?

Das hatte er vor der Inkarnation nicht, und auch nicht hinterher. Damit bleibt das letztlich eine Illusion, weil es auf das Fleisch nicht wirklich ankommt, das ist eine Ebene von vielen, und nicht die bedeutsamste. Sie ist egal, und diese - negativ ausgedrückt - Gleichgültigkeit, jedoch ohne Nihilismus, ist eine weitere Schutz- und Selbstverteidigungsalternative.

Eine Selbstverteidigungs-Alternative, die du ohne Kenntnis des illusionären Charakters nicht hast! Noch nicht mal mit der Kenntnis der Hintergründe, bzw. des Seth-Materials ist sie garantiert oder wirksam, denn die Kenntnis alleine befreit nicht automatisch von der Angst. Wir hier sind der beste Beleg für diese Behauptung :-P

(Dies mal ungeachtet der Tatsache, dass auch die Illusion ALLES ANDERE als gleichgültig oder bedeutungslos ist - auch UND GERADE vom "jenseitigen" Standpunkt aus :zwinker: )


Zitat:Sie ist das fortentwickelte Ergebnis, wenn der Mensch eine weitere Perspektive einnimmt und die Gewichtungen in der Bewertung seines Daseins verschiebt.

Würde er das tun, wäre sie das. Aber tut er es? Tun wir als angebliche Angehörige des Seth’schen Weltbildes es? Und wenn ja, wie weit geht die Verschiebung der Perspektive und die Umgewichtung unserer Bewertungen denn wirklich?

Ich habe am Beginn dieses Threads vom Zusammenprall alter und neuer Weltbilder gesprochen und ich garantiere dir, dass die Detonationen und Erschütterungen auch in diesem Forums-Universum noch nicht einmal zu Gänze erklungen, geschweige denn verhallt sind!

Aber wie ich schon zu Beginn sagte will ich mich hier auf die wirtschaftlichen Aspekte der Selbstverteidigung beschränken. Das sichere Universum in größerem Zusammenhang ist zu groß für diesen Thread :mrgreen:
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#22
.... fast vergessen:

Nebel schrieb:Die Erwartungsinseln? Ich erwarte, dass ich nach einer Reise dorthin dem Mann von der Strasse, der ICH SELBST AUCH IMMER NOCH BIN, eine griffige, einleuchtende, nicht zu widersprechende, absolut überzeugende Antwort servieren kann. Mir ist klar Tash, dass das verdammt viel erwartet und wahrscheinlich auch überhaupt nicht möglich ist.

Es ist viel erwartet, stimmt. Es ist aber sicher möglich.

Zitat:Aber andererseits wurde ich in dieser Hinsicht schon von so manchen deiner Postings arg ins Zweifeln gebracht. Wenn es also nur ein bisschen in Richtung dieses Kurses geht, dann haben wir alle dazugewonnen.

Wenn du genug Ausdauer aufbringst, kannst du diese griffige, einleuchtende, nicht zu widersprechende, absolut überzeugende Antwort gerne von mir bekommen. Es lieg allein an dir ^^

(Aber sie wird im UF "Seth-Themen" (oder noch besser im Bereich "Umsetzung" zu finden sein und erst, nachdem wir hier fertig sind)
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#23
(29.08.2013, 09:20)Tash schrieb: Angst ist die Erwartung von etwas Unangenehmen!

Ist es? Ist es eine Erwartung?

LG

Lane
Ich bin ein Erzieher und ich war es in verschiedener Hinsicht während vielleicht mehr Jahrhunderten als mir zuzugeben lieb ist und ich glaube nicht daran, einfache Lösungen anzubieten, denn sie sind wertlos. Die direkte Erfahrung bei diesem Vorgehen wird in der Tat deine eigene sein und weil es deine eigene ist, wird sie Früchte tragen.
DfS 4, Sitzung 162

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#24
@ Lane

Vielleicht keine Erwartung im Sinn von völliger Gewissheit. Aber wenn du das Eintreten des befürchteten Unangenehmen für gänzlich unwahrscheinlich oder gar unmöglich hieltest, hättest du auch keine Angst. Je wahrscheinlicher dieses Eintreffen für dich, je größer du die (zumindest theoretische) Möglichkeit dafür ansiehst, umso größer die bewusste Erwartung, sprich die Angst davor. (Hängt natürlich auch davon ab, wie schwerwiegend die befürchtete Unannehmlichkeit jeweils ist.)

Und ja, doch auch trotz dieser Relation ist Angst definitiv Erwartung. Wie oft malt man sich denn nicht ganz unwillkürlich das Eintreten des befürchteten Umstands in den schwärzesten Farben aus, sogar von Ereignissen, die intellektuell betrachtet eher unwahrscheinlich sind? Imagination ist auch eine Form von Erwartung die nichts damit zu tun hat, dass der Verstand das Eintreten des Ereignisses schon für sicher (im Sinn von mit Sicherheit stattfindend) hält! Und sie ist die wirksamere Form der Erwartung.

LGT

P.S.: Wenn es dir besser gefällt, kannst du statt Erwartung auch Befürchtung sagen. Letztlich hängt die Antwort auf deine Frage aber wohl davon ab, wie du persönlich Erwartung definierst. (Allerdings liegt die Definition von Erwartung nicht im Rahmen meiner Erwartung an diesen Thread :mrgreen: )
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#25
(29.08.2013, 10:01)Tash schrieb: Wenn du genug Ausdauer aufbringst, kannst du diese griffige, einleuchtende, nicht zu widersprechende, absolut überzeugende Antwort gerne von mir bekommen. Es lieg allein an dir ^^

Na, das hört sich doch lockend an, und sieht nicht minder so aus. Sehen? Aber ja :lol:
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