DAS Seth-Forum

Normale Version: Ich
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siehe auch Ego
siehe auch Bewußtsein

"Wie schon erwähnt, kann man das Ich, das ein Teil des Gesamtselbst ist, als eine psychologische »Struktur« definieren, die aus Eigenschaften zusammengesetzt ist, die zu der Persönlichkeit als Ganzes gehören und eine Art Oberflächenidentität ergeben.
...
Es ist der am stärksten physisch orientierte Teil eures inneren Selbst, ist aber deshalb nicht etwa vom inneren Selbst losgetrennt.
Es hockt sozusagen auf dem Fensterbrett zwischen euch und der Außenwelt.
(Mit verstärkter Stimme, um dem Nachdruck zu geben:) E s  k a n n  a u c h  i n  b e i d e  R i c h t u n g e n  s c h a u e n . Es fällt Urteile über die Natur der Realität, seinen und euren Bedürfnissen entsprechend. Es nimmt Überzeugungen an oder verwirft sie. Es kann jedoch eine Information aus eurem Bewußtsein nicht ausschalten; es kann sich nur weigern, sie zu beachten.
Dies bedeutet nicht, daß die Information unbewußt wird. Sie wird einfach in eine Ecke eures Bewußtseins gestellt, bleibt unassimiliert und wird nicht in das Paket von Überzeugungen aufgenommen, auf das ihr euch momentan konzentriert. Die Information ist da, wenn ihr nach ihr sucht."
(DNdpR, Si. 616)

"Das Ich ist sozusagen ein Seitenzweig des Bewußtseins. Das Bewußtsein ist wie eine riesige Kamera, bei der Einstellung und Bildaufnahme
vom Ich gesteuert werden. Sich selbst überlassen tauchen jeweils andere Anteile eures Wesens auf, um das Ich aufzubauen, umzuordnen und umzugestalten, während eine wundervolle Spontaneität und Einheitsempfindung aufrechterhalten werden.
Das Ich ist eure Vorstellung von eurem körperlichen Erscheinungsbild in bezug auf die Umwelt."
(DNdpR, Si. 615)

"Was nicht allgemein bekannt ist, ist die Tatsache, dass sich das Ego selbst ständig verändert. Nur wenn jedoch die Veränderung sehr deutlich und klar ersichtlich ist, sprecht ihr von Zweitpersönlichkeiten. Aber die Hauptmerkmale jeder Persönlichkeit verschieben sich ständig, denn trotz all seiner gegenteiligen Versuche muss sich das Ego verändern, nur um weiter existieren zu können und seine bloße Dauerhaftigkeit hängt von seiner Flexibilität ab.
Das Ego wird daher eben so sehr durch jene Arten von Aktionen charakterisiert, die es gewöhnlich verleugnet, wie auch durch jene, die es normalerweise akzeptiert. Es ist aber nicht der einzige organisierende Aspekt der Persönlichkeit. Es ist nur der organisierende Aspekt der Persönlichkeit in Bezug auf seine Beschäftigung mit dem physikalischen Umfeld. Das innere Ego ist ein anderer organisierender Aspekt der Persönlichkeit in seinem Umgang mit dem inneren Umfeld."
(DfS 4, Si. 165)

(Der letzte Beitrag ist nachträglich dank Lane eingefügt, passt aber perfekt wie das letzte Puzzlestück zu bizigos Anmerkung im Folgebeitrag!)
Hi,
die Mayas Glauben das Ich ändert sich ständig, genauer alle 52 Tage (4*13) spriesst dann ein völlig neues Ich hervor (als Resultat der letzen 52 Tage). Das war denen so wichtig das in der Nacht vor dem Ich-Wechsel alle Feuer gelöscht wurden und dann nach dieser feuerlosen Nacht wurden alle Feuer in einer Zeromonie neu entzündet.
Irgendwo habe ich auch ein schönes Bild dazu gelesen. Das Ich ist wie ein Garten in den Gedankensamen gesät werden, sät man bewusst kann ein wunderschöner Garten entstehen, kümmert man sich dagegen nicht um seinen Garten herrscht in vielen Ecken Wildwuchs.

Und noch was Schönes: Das Auge kann sich selbst nicht sehen, es braucht einen Spiegel. Das Ich kann sich auch nicht sehen, es braucht den Mitmenschen um sich darin zu erkennen. Daher kann man am meisten von denen lernen, die man auf Anhieb (also ohne eigentlichen Grund) unsympathisch findet, man sieht in diesem Unsympath nämlich die Ich-Eigenschaften, die man an sich selbst nicht mag.


Hi bizigo,

Deinen ersten Absatz mit den Maya`s finde ich sehr interessant. Es scheint mir eine Methode zu sein regelmäßig auf sich selbst zu reflektieren.

Den zweiten Absatz verstehe ich nicht. WARUM muß ich mein Auge unbedingt in einem Spiegel betrachten? Ohne Spiegel kann ich meine Stirn ja auch nicht sehen und viele andere Dinge auch nicht! Deine Interpretation wäre für mich noch erläutererungs bedürftig, die Sache mit dem unsypatischen Gegenüber meine ich.

Gruß

PALE
:D
Hallo,
der Ansatz ist im Sinne von Seth wohl so zu verstehen:
Man trifft eine Person und irgendwie ist einem diese, ohne Sie überhaupt zu kennen (das ist wichtig) sofort sympathisch, dann strahlt diese Person Egoeigenschaften aus die man selbst gut findet, man hat dann ähnliche Glaubenssätze. Dies führt dann durch Resonanz zur Verfestigung derselben, ändert die Glaubensätze damit natürlich nicht.
Umgekehrt sieht man eine Person die einem direkt unsympathisch ist (im Sinne von ablehnendem Gefühl), so reflektiert das Glaubensätze die einem Selbst zuwider sind, die aber noch schlummernd vorhanden sind (ansonsten würde der Typ keine ablehnenden Gefühle provozieren, wie gesagt ohne Ihn zu kennen). Somit weisst dieser Mensch auf 'Baustellen' in den eigenen Glaubensätzen hin, die man damit gut erkennen kann. Somit sind diese primären Unsympathen hervorragende 'Lernhilfen', weil Sie den Fokus auf Problemzonen schieben, dienoch zu bearbeiten sind.

Das mit den Mayas fand ich auch interessant, eine Kultur die kollektiv Selbstreflektion betrieb. Dazu noch die andere Synchronisation über den Tolzkin-Kalender, der ja auch alle auf eine Energie einstimmt.
Hallo,

das ist aus der Sitzung 610, DNdpR:
Zitat:Ihr wißt immer, was ihr tut, selbst wenn ihr es nicht realisiert. Euer Auge weiß, daß es sieht, auch wenn es sich selber nicht sehen kann, außer mit Hilfe des Spiegels. Ebenso ist die Welt, die ihr seht, eine Spiegelung dessen, was ihr seid, eine Spiegelung nicht durch den Spiegel, sondern durch die dreidimensionale Realität. Ihr projiziert eure Gedanken, Gefühle und Erwartungen nach außen, dann nehmt ihr sie als äußere Wirklichkeit wahr. Wenn ihr euch von anderen beobachtet fühlt, dann beobachtet ihr euch vom Standpunkt eurer eigenen Projektionen aus selbst.
Jetzt könnt ihr Pause machen.

LG

Lane
Zitat:Das Ich ist eine hochspezialisierte Komponente eurer größeren Identität. Es ist ein Teil eurer selbst, der hervortritt, um sich unmittelbar mit dem Leben auseinanderzusetzen, das vom größeren Selbst gelebt wird. Das Ich kann sich jedoch isoliert, einsam und ängstlich fühlen, wenn das Bewusstsein es zulässt, dass sich das Ich verselbständigt. Ich und Bewusstsein sind nicht dasselbe. Das Ich ist aus verschiedenen Persönlichkeitskomponenten zusammengesetzt; es ist eine Kombination sich ständig wandelnder Eigenschaften, die gesamthaft agieren, der Teil eurer Persönlichkeit, der sich am unmittelbarsten mit der Außenwelt auseinandersetzt.
...
Das Bewusstsein dient als ein hervorragendes Wahrnehmungsinstruments des Ich, das auf die Tatsachenwelt gerichtet ist. Vermöge des Bewusstseins blickt aber auch die Seele nach außen.
In gewissem Sinne ist das Ich das Auge, durch das das Bewusstsein seine Wahrnehmung bezieht, oder es ist, könnte man auch sagen, der Brennpunkt, durch den es die physische Realität betrachtet. Doch verändert es seinen Brennpunkt im Laufe des Lebens ständig. Das sich selber scheinbar gleichbleibende Ich ist tatsächlich in ständiger Wandlung begriffen. Nur wenn das Bewusstsein eine starre Haltung einnimmt oder seine Funktionen teilweise an das Ich abtritt, kommt es zu Schwierigkeiten. Dann lässt das Ich das Bewusstsein nur noch in bestimmte Richtungen arbeiten und blockiert es in anderen Bereichen.

Seth in "Die Natur der persönlichen Realität" Sitzung 613
Die frühen Sitzungen Nr. 174, S. 233:

„Die Starrheit einer Persönlichkeit ist ihr Untergang.“
Zitat:Das Ich ist ein eifersüchtiger Gott, der auf der Wahrung seiner Interessen besteht. Es ist nicht bereit, die Realität anderer Dimensionen anzuerkennen als solcher, in denen es sich selber behaglich fühlt und die es versteht. Es war als eine Stütze gedacht und ist zum Tyrannen geworden. Immerhin ist es viel elastischer und lernbegieriger, als man allgemein annimmt. Seine Neugier kann von großem Vorteil sein.
Gespräche mit Seth, Sitzung 512
Ein K®ampf mit sich selbst :-)):

Seth, Sitzung 146, DFS3 schrieb:Because of its nature ego does not want to adjust. It wants adjustments to be made to it. Because ego is another manifestation of action, it is of course impossible for its aims to be realized. For all its attempts at stability and control, ego itself constantly changes. Ego most of all resents and fights against time as you know it, yet ego is to a large extent responsible for your conception of time. Basically, ego fears both the past and the present. It fears the past because it has already lost control of the past. It fears the future because it is not yet in control of it. It seeks continuity of identity, yet it is forced to realize that the “I” of today is hardly the “I” of thirty years ago.

Aufgrund seiner Natur will sich das Ego nicht anpassen. Es möchte, dass Anpassungen an ihm vorgenommen werden. Da das Ego eine weitere Manifestation von Handlungen ist, ist es natürlich unmöglich, dass seine Ziele verwirklicht werden. Für alle seine Versuche der Stabilität und Kontrolle, ändert sich das Ego ständig selbst. Das Ego ärgert sich am meisten über die Zeit wie ihr sie kennt und kämpft dagegen an, doch das Ego ist weitestgehend für eure Wahrnehmung von Zeit verantwortlich. Im Grunde fürchtet das Ego sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart. Es fürchtet die Vergangenheit, weil es bereits die Kontrolle darüber verloren hat. Es fürchtet die Zukunft, weil es noch nicht die Kontrolle über sie hat. Es sucht die Kontinuität der Identität, muss jedoch erkennen, dass das "Ich" von heute kaum noch das "Ich" von vor dreißig Jahren ist.